Donnerstag, 28. Februar 2008

Auf gehts zu den Schlitzaugen...


Ein letztes Mal >Kia Ora< !!!





Die Zeit auf den Cook Islands war einfach wunderschoen, doch alles hat ein Ende nur die Wurscht hat zwei und so flogen wir am 10. Februar zurueck nach Neuseeland in den Alltag...;)

Wir liessen Auckland recht bald hinter uns und machten uns auf den Weg, die Nordinsel mit ihren Vulkanen, heissen Quellen und tollen Surfstraenden zu erkunden.



Zuerst fuehrte unser Weg zu Coromandel Peninsula, eine von Felsen zerklueftete Halbinsel mit uralten Pohutukawa Baeumen, unberuehrter Landschaft und verblueffenden Naturspektakeln...
Wir schickten unseren armen Van durch holprige und sehr kurvige Strassen zu der beeindruckenden Cathedral Cove, ein von Jahrhunderten durch das Meer geformtes Sandstein-Gebilde, das auch als Kirchentor gedeutet werden kann.



Die "gravel-road" schlaengelte sich tiefer in die huegelige Landschaft und endete in einem malerischen Fischerdorf, dessen Attraktion wie ein Magnet auf Touristen wirkt.
Wir hoerten es schon von vielen Travellern auf dieser Reise, glaubten es aber nie wirklich und als wir an dem beruehmten Strand ankamen, konnten wir unseren Augen nicht trauen: hunderte von Menschen, jung und alt, tuemmelten sich liegend, kriechend und lachend im Badeanzug (es war ziemlich kalt derzeit) und mit Schaufeln ausgestattet im Sand und gruben Loecher, aus denen heisses Wasser brodelte!
Es entstanden richtige Beckensysteme mit unterschiedlichen Temperatuern wo fuer jeden etwas dabei war. Wir legten uns ganz faul in ein schon gemachtes Nest und bauten unser Becken noch weiter nach unseren Vorstellungen aus. Hin und wieder mussten wir uns im Meer abkuehlen, wenn zuviel von dem kochend heissen Wasser in unser Becken lief, einfach unglaublich.

Nach diesem Ereigniss waren wir voellig begeistert von den heissen Quellen, die auf der kompletten Nordinseln verteilt sprudeln, und planten unsere weitere Route nach diesen einzigartigen Hot-Water-Stellen, was uns in die Maori Hochburg Rotorua fuehrte.
Diese thermisch aktive Gegend wurde schon sehr frueh von Maoris besiedelt, die das heisse Wasser zum kochen nutzen (in den Maori-Doerfern sogar heute noch!) und Ihre Haeser auf dem warmen Boden bauten, zum Schutz gegen die Kaelte des Winters.
Daher konnte sich die Kultur der Einheimischen sehr gut erhalten uns gilt heute als Touristen-Attraktion Nummer 1.
Wir sahen uns eines der Maori Villages an, lernten wie Voegel und sonstiges Getier in dem heissen Dampf geduenstet werden und durftem einem Haka beiwohnen, dem angsteinfloessenden Kriegstanz der kraeftigen Maenner. Unbedingt anschaun...

Das Wetter war ziemlich kalt und regnerisch, daher kamen uns die Quellen sehr gelegen...
Natuerlich wurden in der ganzen Stadt, die von ekligem und faulen Eier-Gestank ueberlagert wurde, Badeanstalten angeboten, wir machten uns aber auf die Suche nach einer Quelle in der freien Natur und fanden ein weiteres Spektakel, was den Hot-Water-Beach fast noch uebertrumpfte!!!
Ein goettlich warmer Bach schlaengelte sich einige Kilometer entfernt durch den Busch mit Wasserfaellen und grossen Becken, in denen man herrlich baden konnte.




Auch bei den Maoris war die geheime Stelle bekannt und so erlebten wir einen recht familiaeren Nachmittag.

Doch ploetzlich aenderte sich unsere Stimmung schlagartig, denn als wir zu unserem Auto zurueck kehrten, fanden wir es leer und mit aufgebrochenen Tueren vor....
Unsere Paesse, unser Bargeld, Juli's komlette Kleidung, MP3...einfach alles weg!!!

Die Polizei konnte uns natuerlich auch nicht weiter helfen und damit war fuer uns die Reise in Neuseeland beendet. Die Stimmung war auf dem Nullpunkt und wir fuhren (zum Glueck war das Auto noch da:-) sofort zurueck nach Auckland, um unser Baby, das einzig wertvolle was wir noch besassen, zu verkaufen und um uns neue Paesse zu besorgen.


Die Pechstraehne hielt zum Glueck nicht lange an, denn wir verkauften unseren "Kumpel" fuer den gleichen Preis den wir zahlten an ein tschechisches Paerchen gleich am naechsten Tag.

In dieser unerwarteten Zeitluecke bis zum Abflug nach Singapur mieteten wir uns "Senior", einen sehr gemaechlichen Kleinwagen, und konnten dadurch noch den spektakulaeren Vulkan im Zentrum der Insel erkunden und den Eindruck Neuseelands wieder etwas aufpaeppeln.

Wir besuchten weitere feine heisse Quellen, erkundeten ein riesiges Hoehlenlayrinth, dessen Decken durch tausende Gluehwuermchen erhellt wurde und sahen endlich das scheue Nationaltier, den Kiwi. Da der fluegellose, blinde und innige Kiwi nur bei Nacht aktiv wird, konnten wir leider keine Fotos machen, aber hier eine Nachbildung in Gross, damit ihr euch ein Bild machen koennt:


Wir kamen auch an einen tollen Surfstrand vorbei, wo Juli endlich wieder auf den Wellen reiten konnte und sich Michi auf ein Boogieboard schwang.




Der Weg zu dem Vulkangebiet fuehrte am schoenen Taupo vorbei, Neuseelands groesster See, und dessen gleichnamige Stadt hatte einiges zu bieten. Wir sahen den maechtigen Huka Wasserfall, der wohl beeindruckendste in NZ und die ueberirdisch anmutenden " Craters of the moon", ein weiteres Thermalgebiet mit rauchenden und dampfenden Kratern, kochenden Schlammtuempeln und richtigen Geysieren.




Das Wetter klarte endlich auf, die Sonne schien wieder so kraeftig wie wir es kannten und die unglaubliche Wanderung um den Tongariro Vulkan konnte beginnen!
Der brutal ueberfuellte Wanderweg (es warteten wohl ein paar mehr auf gutes Wetter) kletterte bis zur Spitze des noch immer aktiven Vulkans und wir wurden mit grandiosen Blicken auf tuerkiese Seen, rote Krater und die umliegenden Vulkane belohnt. Nun koennen wir uns sehr gut vorstellen, warum Peter Jackson genau diesen Berg fuer Mordor und seinen speienden Feuerberg auswaehlte...es fehlte nur noch Frodo mit seinem Ring!






Das Land der Kiwis ist wunderbar,
das sehen wir nun deutlich und klar.
Wir kommen ganz bestimmt zurueck,
mit mehr Geld und noch mehr Glueck...;-)

Montag, 11. Februar 2008

Inselparadies Cook Islands




Kia Orana!!!




Unser Suedsee-traum ist wahrgeworden. Die letzten 10 Tage genossen wir
weisse Sandstraende, Palmen und bunte Blumen,
Hueftschwuenge von beschmueckten Inselbewohnern und feine Kokosnuesse im Liegestuehl.
Wir flogen mit Air New Zealand am 31.01. nach Rarotonga, der Hauptinsel Cook Islands und kamen am 30.01. um die gleiche Zeit an...uns wurde durch die Zeitverschiebung ein ganzer Tag geschenkt!








Wir fanden vor Ort den perfekten Bungalow in direkter Strandlage und da die Kia-Orana-Anlage so versteckt lag, hatten wir den schneeweissen Strand und die schattenspendenden Palmen inklusieve Kokosnuesse fuer uns allein.

Juli absolvierte den "schwierigen" Fuehrerscheintest fuers Motorrad, der aus einmal um den Block fahren bestand, und ist nun stolzer Besitzer eines Cook Island Fuehrerscheins. Damit konnten wir uns dann einen Flitzer ausleihen und
die Insel auf eigener Faust erkunden.
Wir endeckten wunderschoene Sandbuchten mit glasklarem Meer, einen Wasserfall im Inland welcher als "Vergnuegungspark" fuer die Einheimischen galt und konnten uns umsonst mit frischen Bananen, Mangos und Passionsfruechten von den Baeumen eindecken.

An einem Abend wohnten wir einer fantastischen Island-Night bei, bei der die blumengeschmueckten Einheimischen ihr Bestes gaben.
Die Maenner liessen ihre Muskeln spielen und fuehrten ihre nur vor Kraft strotzenden Kriegestaenze vor. Die Frauen waren natuerlich fuer das Exotische und Verfuehrerische zustaendig...







Am Freitag Abend ist auf Rarotonga feiern angesagt, da das der einzige Abend ist wo die Kneipen und Bars(es gibt 3) bis um 2 Uhr Nachts aufhaben.
Das liessen wir uns nicht entgehen und genossen einen lustigen Abend in Gesellschaft von tanzenden und lachenden Einheimischen in einer Open-Air-Bar.

Da die Cook Insulaner ein sehr glaeubiges Volk sind und mehr Kirchen als Haeuser auf Rarotonga stehen, war der Gottesdienst am Sonntagmorgen Pflicht.
Die Lieder wurden froehlich und gelassen in Englisch und Maori gesungen, alle nahmen sich bei den Haenden und die Stimmung war wirklich einzigartig.
Juli waren die Traenen nahe und wir beide sangen natuerlich kraeftig mit!!!

Ueber Juli's 21. Geburtstag flogen wir mit der Air Rarotonga, einer sehr wackeligen Proppelermaschine, auf die unberuehrte Insel Aitutaki, um dem Inselparadies noch ein Stueck naeher zu kommen.
Dort wartete ein traumhafter Stohbungalow auf uns, auch mit direkter Strandlage und tollem Blick auf das tuerkiese Meer. So ein unglaublich klares und farbenfrohes Wasser gibt es nur hier auf diesem wunderschoenen Plaetzchen dieser Erde.



Wir erlebten eine Lagoon-Cruise mit einem Holzboot und sehr netter Crew, die uns zu schoenen Schnorchelplaetzen und zur One-Foot-Island schipperte, wo es ein exotisches Fischbarbeque gab. Auf einen Tipp hin, nahmen wir unsere Paesse mit auf den Trip und das hat sich gelohnt! Das einzige Gebaeude auf der unbewohnten Insel war eine Post, die uns tatsaechlich eine Stempel in unseren Pass druckte! Ein perfektes Souvenier!





Wir leihten uns auch zwei Kanu's aus und gingen selbt auf Endeckungstour. Wir fanden eine kleine Insel mit ca. 10 Palmen und wunderschoenen Strand, die wir dann als unser Eigen nannten. Wir knackten uns eine Kokosnuss(das wurde uns schon von Einheimischen beigebracht, als sie sahen wie wir uns anstellten bei unserer ersten Nuss...) und fuehlten uns ein bisschen wie Robinson Crusoe.


Die Zeit ging wie immer unglaublich schnell vorbei, doch die Erinnerung wird uns auf Ewig bleiben!