Dienstag, 28. April 2009

Ka Ka Kakadu

Servus!

Die recht unterhaltsame Strecke vom Kings Canyon bis nach Alice Sprigs, wo wir auch das Kamel entdeckten, führte durch die wunderschöne Mc Donnald Range, eine rote Bergkette mit traumhaften Schluchten. In einigen dieser eindrucksvollen und steilen Schluchten bilden sich glasklare Wasserpools die zum schwimmen einladen. Eine natürliche Erfrischung die uns sehr gelegen kam...
Wir plantschten genüsslich in dem kühlen nass und um uns herum stiegen die knallroten Felswände empor, einfach super! Wir entdeckten dort auch kleine Fels-Wallabies (eine Arte Kangoroos, die etwas kleiner sind), die im Geröll umher kraxelten, sehr innig!
















In Alice Springs füllten wir dann endlich wieder unsere Vorräte auf( die Zivilisation und damit auch die Supermärkte sind sehr spärlich in dieser Region) und machten uns auf den langen Weg Richtung Top End im Northern Terretory.
Auf dem Weg kamen wir an den Devil´s Marbel vorbei, total verrückte, riesige Felskugeln die in unmöglichen Winkeln aufeinander gestapelt sind. Mal wieder so ein erstaunliches Naturphänomen, mitten im absolut flachen Buschland trifft man plötzlich auf so was!
Wir erreichten die Stadt Katherin, Ausgangspunkt für den größten und wahrscheinlich auch bekanntesten australischen National Park, der Kakatu National Park. Schon den ganzen Weg von Alice wurden wir von Termitenhügeln begleitet, die je nördlicher wir kamen immer größer und größer wurden. Im Kakadu erreichen die schönen Bauten sogar bis zu 4 Meter!!!
Von Ameisen erbaut, das ist wirklich total erstaunlich!















Gleich zu Beginn dieser abenteuerlichen Tour durch das Wetland empfing uns der imposante Gunlom Wasserfall! Dieser ergießt sich in einen wunderschönen See, der umringt von grünen Pflanzen und sogar schwimmbar ist!
Da wir uns noch in der Wet Saison befinden, tummelt sich noch das ein oder andere Krokodil in den endlosen Sümpfen und daher muss man sehr vorsichtig sein in welches Wasser man sich hier begiebt.
Wir erklommen den Wasserfall über einen steilen Pfad und errreichten so die Upper Pools, das war das Paradies! Von diesen warmen Pools aus hatte man einen traumhaften Blick auf die Umgebung.
Die Tropen merkten wir ganz schön heftig da der Kontrast zum Outback einfach Wahnisnn ist. Alles ist auf einmal so grün und überall gibt es Wasser. Zwar ist es auch unglaublich heiß und feucht und tausende Moskitos überfallen uns, aber dafür wird man mit einer überwältigenden Landschaft und Tierwelt belohnt.
Abgerundet wurde unser Aufenthalt mit einem wunderschoenen Sonnenuntergang mit Blick auf die Sumpflandschaften und allen tierischen Bewohnern die sich dort aufhalten.
Man kann schon sagen, dass es ein erhabenes und schoepferisches Gefuehl hatte daran teilgenommen zu haben.
Geniesst einfach die vielen Fotos die wir vom Kakadu NP geschossen haben und ihr werdet verstehen warum man sich den Qualen der Tropen hier aussetzt.



Gruesse aus der Zivilisation namens Darwin,
Juli und Michi
P.S. Warum wurde Klinsi entlassen? (Michi :D )

Sonntag, 19. April 2009

Unendliche Weiten - von der Küste zum Red Centre

Wir sind nun schon 1 Monat unterwegs und wie ihr euch denken könnt, haben wir schon sehr viel erlebt!
Das erste große Abenteuer war das richtige Outback.

Wir haben uns zwar viel durchgelesen und uns sehr gut vorbereitet, aber was uns dort erwartete übertraf all unsere Vorstellungen!
Unsere Route führte von Byron Bay in westlicher Richtung durch grünes und hügeliges Farmland nach Bourke, bis dahin waren die Straßen noch asphaltiert ...
Die Aussies benutzen gern den Ausdruck "Back O Bourke" was das Gebiet nördlich,südlich und westlich von dort betrifft und übersetzt heißt das: "Da wo der Pfeffer wächst" ...
Die letzten Vorbereitungen waren getroffen, Speisung und Wasser für 2 Wochen verstaut und die Räder ausgewechselt- es konnte losgehen ins rote Nirgendwo.
Als erstes wurden wir von einer Schlange am Wegrand begrüßt, Kangaroos schauten uns aus den Büschen neugierig an und die Temperatur stieg auf 50°,Willkommen im Outback!
Die "Straße" wechselte sich von tiefen Sand bis Schotterpiste ab und alle 500 KM kam ein Pub was auch Tankstelle, dürftiger Supermarkt und Polizei in einem war, genau wie man es sich vorstellt.
Die facettenreihe Landschaft begeisterte uns total, wunderschöne Farben soweit das Auge reicht und die Erkenntnis, wie klein doch der Mensch ist.
Das Einzige was wirklich unglaublich nervt sind diese abertausenden und überaus dreisten Fliegen, von denen man von Sonnenauf bis Sonnenuntergang umschwärmt wird.
















Unser erstes Ziel war der Sturt NP, indem wir bestimmt über 100 Kangaroos beobachten konnten, manche waren sogar bis zu 2m groß. Die meisten der innigen Beuteltiere waren genausoneugierig auf uns wie wir auf sie und so konnten wir nette Eindrucke vom alltäglichen Familenleben der Roos sammeln. Es ging weiter auf einem bekannten Outback Track zum Lake Eyre, einem überdimensionalen, ausgetrockneteken Salzsee (der sich nur einmal im Jahrzehnt füllt), um uns nur weiße Sanddünen und Reifenreste am Straßenrand zu sehen. Die Zivilisation erreichte uns erst wieder in Coober Pedy, einem touristischen Dorf das vom Opalabbau lebt am Nord-Süd Highway. Bekant sind die Behausungen der Einwohner, denn diese bauen sich ihre Wohnung unter der Erde um sich vor der Hitze zu schützen.





Von dort fuhren wir Richtung Norden zu dem bekanntesten Highlight Australiens, dem Ayers Rock. Dieser gigantische Monolith schaut wirklich toll aus, beim Sonnenaufgang wurde er in tiefes Rot getaucht und wir wurden Zeugen eines fantastischen Lichtspiels.
Auch die gleich in der Nähe liegenden Olgas, runde Felsformationen, einige größer als der Uluru selbst, waren wunderschön anzuschauen.





Doch muss man schon ehrlich zugeben, dass der Ayers Rock, genauso wie seine bekannten Nachbarn einfach nur riesengroße Steine sind, daher fesselte uns der etwa 200km entfernte Kings Canyon um Einiges mehr.
Dieser besteht eigentlich aus rotem Sand der vor Millionen von Jahren durch Wind und Wasser zu einem traumhaften Sandsteinkrater verformt wurde, es sah aus wie tausende übereinander liegende Schiefertafeln und das Bild lud zu den verrücktesten Fotos ein. Wir wanderten am Kraterrand entlang, die Schlucht war übersäht von sattgrünen Farnpalmen und diese wurden von aalglatten Felswänden umringt, es sah einfach Hammer aus!



















Der Kings Canyon liegt in Aborigine Land und die weiterfrührende Straße war sehr abenteuerlich! Die heftigen Schlaglöcher und der tiefe Sand zwangen uns sehr langsam zu fahren, aber die Piste machte unglaublich viel Spaß und so sahen wir auch umso mehr Tiere. Absolutes Highlight : Wir sahen ein freilebendes Kamel. Ein Kamel! Es lag ganz friedlich am Wegrand, ließ sich von uns absolut nicht stören und lächelte die ganze Zeit symaptisch vor sich hin.
Kurz davor sahen wir einen Dingo, Australiens Wildhunde, und wunderschöne Wildpferde in weiß, braun und schwarz.
Nicht zu vergessen auch ein inniges Roo!



An diesem Tag boten wir einer auf der Strecke liegengebliebenen Familie unsere fachkundige Hilfe beim Radwechseln an und mit vereinten Kräften und mehreren Versuchen schafften wir es sogar und wurden mit einem kühlen Bierchen belohnt.

Wie ihr seht wird es uns hier absolut nicht langweilig und wir hoffen, dass es euch allen gut geht!
Eure Mates

Mittwoch, 1. April 2009

On the road again

Nachdem wir Neuseeland verlassen hatten, verbrachten wir einen sehr entspannten und erholsamen “Urlaub” auf der thailändischen Insel Koh Phan Ghan. Das hatten wir uns nach all den Strapazen der letzten 5 Monate wirklich verdient...;-)

Diese unglaubliche Reise mit so vielen Eindrücken und tollen Erlebnissen fesselte uns so sehr, dass wir schon bald nach unserer Rückkehr über das nächste Abenteuer träumten...
Wir entschieden uns für eine zweite Reise nach Australien, da es auf dieser riesigen Insel noch so viel Unbekanntes gibt und unser Gefühl sagte: Da müssen wir nochmal hin!
Wir freuen uns auf 3 tolle und aufregende Monate mit trostlosem Outback und neugierigen Kangaroos, wunderschönen Stränden und atemberaubender Natur.
Mit unseren Fotos und Berichten möchten wir die Erlebnisse mit euch teilen.

Am Samstag, den 21. März ‘09 ging es mit dem “Riesenvogel” A380 über die Wolken und wir landeten nach einem harten 27 Stunden langen Trip in der altbekannten Stadt Sydney und wir fühlten uns sofort sehr wohl! Das lag nicht nur an den 25 Grad und der strahlenden Sonne in der Früh um 7 sondern auch an den lächelnden Aussies die uns willkommen hießen.
Die ersten drei Nächte verbrachten wir in einem netten Hostel und machten uns sofort auf die Suche nach einem geeigneten Auto für unser Vorhaben. Wir hatten Glück und fanden schon bald einen netten Inder, der uns seinen gut erhaltenen, 4WD Campervan verkaufte.



















Den Vierradantrieb mussten wir natürlich gleich auf die Probe stellen und fuhren in das Surfer-Dörfchen Anna Bay, wo es möglich ist am Strand entlang zu fahren. Wir wurden zwar von allen Seiten recht skeptisch angeschaut, da wir der einzige Camper unter all den Geländewagen waren, doch unser “Aldi” (bitte Oldi auszusprechen) meisterte die Situation perfekt. Das war eine Gaudi und ein lustiges Gefühl auf dem Strand zu fahren. Zu unserer Begeisterung entdeckten wir auch einen innigen Koala in den Eukalyptus Bäumen.
Wir lebten uns schon in der ersten Woche gut ein sind sehr gespannt was noch so alles kommt...















Nun sind wir in Byron Bay angekommen und tanken gerade warme, australische Sonne auf, von der wir die letzten zwei Tage leider nicht sehr viel gesehen haben. Aber dafür viele andere Interessante Dinge. Wir machten einen super Trip durch den New England National Park auf einer sehr kurvigen auf aufregenden “Dirt Road” und sahen eine bildhübsche, sattgrüne Hügellandschaft, viele kunterbunte Papageien und eine Menge Kangaroos in freier Wildbahn. Einem kamen wir sogar ziemlich nahe und konnten ihm beim Speisen beobachten. Wir sind total begeistert von unserem Aldi, der uns auch diesmal ganz gechillt über die schon sehr extreme Straße brachte und der Regen machte die Stimmung dort nur noch mystischer und geheimnisvoller.


Wir werden uns jetzt dann aufs Surfboard schwingen und wünschen euch ganz liebe Grüße von der anderen Seite der Welt!