Dienstag, 29. Januar 2008

Mt Cook, guter Wein und traumhafte Straende...

Gruess euch liebe Leute,


schon wieder vergingen zwei abwechslungsreiche
und unterhaltsame Wochen im wunderschoenen Neuseeland! Die Zeit verging fuer uns wie im Flug und 5 Wochen fuer die Suedinsel waren definitiv zu kurz! Wir befinden uns nun schon in Auckland, die groesste Stadt der Nordinsel.
Die 3-stuendige Faehrfahrt von einer Insel zur anderen bot fantastische Blicke auf die Marlobourgh Sounds da die Faehre mitten durch das
Fiordland fuhr.
Doch alles der Reihe nach...

Nach dem Meeting mit den Pinguinen erlebten wir ein voelliges Kontrastprogramm. Wir wandten uns von der Kueste ab und fuhren ins Landesinnere, zum groessten Berg Neuseelands. Die Strasse zog sich lange durch huegelige Mondlandschaft waehrend die Berge immer hoeher wurden. Zuerst besichtigten wir ueber einen kurzen Track den Tasman Gletscher See. Zwei riesige Gletscher flossen in einem grossen von Eisschollen uebersaehten See zusammen. Das Staunen wurde noch um einiges groesser als wir tiefer in die Schlucht hineinfuhren und der 3.700 Mount Cook in der Kulisse auftrat. Wir erkannten den schneebedeckten Gipfel sofort, es sah fast so aus als ob der Mount Cook mit Absicht auffallen moechte. Steil ragt er aus dem grossen Bergmassiv heraus und wir kamen zur perfekten Tageszeit an, denn die komplette Suedseite war in tiefem Rot getunkt. Wir schossen tolle Fotos und genossen die friedliche Stimmung mit einem Glaeschen Wein!



















Am naechsten Tag unternahmen wir eine Wanderung in das Hooker Valley und kamen so dem ueberwaeltigenden Berg nochmal naeher, das Ziel war ein weiterer Gletschersee der von allen Seiten gespeist wurde.

Von dort fuehrte unsere Route dann ueber Christchurch zu dem Oertchen Kaikoura, das fuehr Walewatching bekannt ist. Wale sahen wir zwar leider nicht, aber dafuer Herden von Seeloewen und Robben an der zerkluefteten Kueste, unter anderem auch die Groesste ganz Neuseelands. Tausende von den innigen, fetten Tieren tuemmelten sich dort und genossen das schoene Wetter.





Somit war die Ostkueste abgeschlossen und das Marlborough Gebiet im Norden begann, beruehmte Weinregion fuer koestlichen Chardonney und Sauvinon Blanc und wunderschoene Fiordlandschaft. Wir besuchten drei Weingueter und probierten uns ganz einfrig durch alle Sorten, was sehr lustig endete...

Nachdem wir einer abenteuerlichen und sehr kurvenreichen Strasse durch einen Fiord gefolgt waren und an einer schoenen Bucht eine einsame Nacht verbrachten, fuhren wir nach Marahau, dem Basisoertchen fuer alle Kajaktouren in den beruehmten Abel Tasman National Park.
Wir versuchten uns auch als Kajakfahrer und gaben bestimmt ein lustiges Bild ab. Juli vorn, verbissenes und entnervtes Gesicht und Michi eingequetscht und verzweifelt hinten. Wir muehten uns ab und waren so unglaublich froh, wieder festen Boden unter den Fuessen zu haben. Wir liessen unser Kajak wieder abholen und beschlossen den Coast Track zu Fuss weiter zu wandern...
Das Meer entlang der Kueste hatte eine unglaublich intensive Farbe und wir fanden einige weisse und einsame Sandstrandbuchten fuer uns allein. Wir uebernachteten in zwei Huetten die beide in einer schoenen Lage am Meer lagen. In dieser Gegend sind die Gezeiten sehr stark ausgepraegt und da man des oefteren Meeresbuchten ueberquerte, mussten wir uns an die Ebbe richten. Wir wanderten dann hunderte von Metern ueber Meeresboden, der uebderdeckt war mit Muscheln und Krebsloechern.
Das war mal wirklich eine ganz andere Wanderung! In den Pausen wurde ins kuehle Meer gespungen und der Wanderweg verlief teilweise direkt am Strand, so dass man mit grossen Rucksack und Wanderschuhen an Bikini und Badehose vorbeispazierte.

Nach dem Abel Tasman Track erkundeten wir noch den Nordzipfel der Suedinsel, genannt Golden Bay. Eine eher alternative und relaxte Gegend, schoene Straende und gut um dort einige Tage auszuchillen. Wir hatten diese Zeit leider nicht mehr, denn die Faehre auf die Nordinsel war schon gebucht.

Wir kamen in der Hauptstadt Wellington mit der Faehre an und machten uns sogleich auf den Weg nach Auckland, da wir den Flieger ins Paradies am 31. 01. nicht verpassen wollen.
Auf dem Weg trafen wir in der fuer neuseelaendische Verhaeltnisse grossen Stadt Hamilton auf unsere alten, bayrischen Bekanntschaften vom Kepler Track! Wir verbrachten einen lustigen Abend mit Andi und Chris in einer Bar mit Live-Band und jeder Menge gutgelaunten Maoris...

Wir lassen unseren Traum wahr werden und fliegen auf die herrlichen Cook Inseln im Herzen der Suedsee. Juli wird ihren Geburtstag dieses Jahr unter einer Palme feiern und wir beide lassen es uns nach all den "Strapazen" der letzten Zeit so richtig gut gehen...;)

Freitag, 18. Januar 2008

Fiordland und Pinguine, Straende und schneebedeckte Gipfel

Kia Ora!

Die Endeckungstour des Landes der Kontraste geht weiter...

Te Anau ist Ausgangsbasis aller Ausfluege und Aktivitaeten im Fiordland, unter anderem startete dort ein weiterer Great Walk, der Kepler Track.
Diese lange und anspruchsvolle Wanderung ging ueber 3 Tage und da die beliebte Tour zu dieser Jahreszeit sehr frequentiert ist, hatten wir zwei Huetten auf dem Weg reserviert. Da wir uns fuer 3 Tage mit Lebensmitteln ausstatten mussten waren die Rucksaecke dementsprechend schwer...
Der Wanderweg wand sich die ersten sehr anstrengenden Stunden steil den Berg hinauf und als wir die Baumgrenzte ueberschritten erfreuten wir uns atemlos ueber unseren ersten Blick auf einen richtige Fiord! Die bewaldeten Berghaenge fielen senkrecht in den blauen See ab, welcher sich schier unendlich in das Gebirge schlaengelte.
In der griabigen Luxmore Hut lernten wir zwei weitere Bayern auf
Endeckungstour kennen und die zwei frischten unsere
Schafkopfkenntnisse wieder auf...;)
Da wir uns recht gut verstanden schlossen wir uns fuer die naechsten Tage zusammen und erlebten zusammen die grossartige Bergwelt Neuseelands. Am fruehen morgen des naechsten Tages holten wir unsere Taschenlampen heraus und erkundeten die 500 Meter von der Huett'n entfernte Tropfsteinhoehle. Das war das reinste Abenteuer! Wir kraxelten ganz tief in die stockdunkle Hoehle und bestaunten die irren Kalkformationen, die sich im laufe der letzten tausend Jahre gebildet hatten.
Bei der beeindruckenden Expedition sahen wir sogar richtige Kalksaeulen.

Anschliessend starteten wir den zweiten Part der Wanderung, der ueber den Mount Luxmore und ueber zwei Bergkaemme mit traumhafter Aussicht bis zur naechsten Huette fuehrte.
Das Wetter war spitzenklasse, Sonnenschein und strahlend, blauer Himmel ohne einer einzigen Wolke und bei einer deftigen Brotzeit am 1471 m hohen Gipfel konnten wir kilometerweit ueber die verschneiten Wipfel sehn.






Die zweite Huette lag in einem abschaeulichen Sandfliegennest, was den Abend leider etwas verkuezte da wir uns recht bald ins Bett fluechteten.
Der dritte Tag war dann eigentlich nur Abstieg und der Weg zurueck zum Auto zog sich natuerlich ewig!

Wir verbrachten einen weiteren unterhaltsamen Abend mit den zwei Bayern Andi und Chris mit Schafkopfgaudi und Wettkochen von Bolognesesauce...


Von Te Anau fuehrte die Strasse weiter bis zum sagenhaften Milford Sound. Wir starteten bei schoenstem Wetter, was aber zunehmends schlechter wurde und ziemlich bald schuettete es wie aus Kuebeln, was aber in dieser Gegend wohl voellig normal ist. Die dichten, tiefhaengenden Nebelwolken verliehen den immer steiler werdenden Bergen eine mystische Stimmung und von ueberall kamen reissende Wasserfaelle rausgeschossen. Die papageiaehnlichen Kea Voegel fuehlen sich bei dem Wetter grad wohl und bei einer kurzen Pause am Wegrand stiessen wir auf
gleich zwei der seltenen Exemplare.












Die Strasse endete in Milford, was ansich nur aus einem Flughafen, wo alle Scenic Flights starten und einem Hafen, wo alle Scenic Schiffe ablegen. Wir machten eine Schiffstour mit einem recht kleinen Boot mit, was eine sehr gute Entscheidung war. So kamen wir ganz nah an die bis zu 2000 Meter hohen Fiordhaenge heran und unser Kapitaen steuerte sogar die beeindruckenden Wasserfaelle an, damit auch der letzte Passagier tropfnass wurde! Die wahnsinns Tour fuehrte durch den kompletten Fiord bis zur offenen, tasmanischen See wo unser Boot schon sehr bedenklich schwankte! Bei der Rueckfahrt sahen wir dann noch innige Robben auf den Felsen faullenzen, einfach super!


















Am naechsten Tag fuhren wir ein gewaltiges Stueck bis zur Studentenstadt Dunedin, wo wir den verregneten Abend mit einem Kinobesuch ausbesserten. Vor Dunedin liegt die tierreiche Halbinsel Otago Penesula, wo uns riesige Seeloewen am naechsten Tag ein paar lustige und aufregende Stunden bescherten. Wir kamen ganz nah an die fetten Saeugetiere ran, welche entweder faul am Strand lagen und sich mit ihren Flossen mit Sand beworfen oder sich gegenseitig im Meer bekriegten. Wir hofften noch ein Blick auf einen fliegenden Albatrosse zu erhaschen, der weltweit nur an dieser Kueste nestet, was aber leider nicht klappte.
Dafuer sahen wir am naechsten Tag feinste und innigste Pinguine in freier Natur!!!
Wir endeckten die kleinen Gelbaugenpinguine, als sie aus dem Meer kamen um ihre Jungen zu fuettern. Man glaubt es kaum, aber die flinken Pinguine kletterten ohne Probleme einen ziemlichen steilen Hang hinauf und trafen dort auf ihre Jungen. Die noch ganz farblosen, plueschigen Jungen koennen noch nicht aelter als 5 Monate gewesen sein! Wir konnten es kaum glauben was sich da vor unseren Augen abspielte!




























Neuseeland hat unglaublich (zu)viel zu bieten, wir
kommen gar nicht nach unsere Eindruecke zu verarbeiten!

Sonntag, 6. Januar 2008

Abenteuersport-Metropole Queenstown und Umgebung

Halli Hallo,

wir melden uns zurueck mit super Eindruecken und tollen Erlebnissen!

Den Neujahrstag verbrachten wir nochmal gemuetlich zu dritt und genossen das schoenste Wetter und am naechsten Tag trennten sich dann unsere Wege nach knapp 2 Wochen. Wir schlugen den Weg Richtung Queenstown ein, der selbsternannten Abenteuersport-Stadt wo man wirklich alles machen kann was man schon immer mal machen wollte.
Das Angebot reicht von Wildwasser-Raftig, Kanufahrten und Jetskitouren ueber Fallschirmspringen und Ski-Diving bis zu traumhaften Kletterrouten oder Abseilaktivitaeten. Da sich Juli schon immer Mal in die Tiefe stuerzen wollte und das Bungy-Jumpen in Neuseeland seinen Ursprung fand, mussten die Bungyveranstalter keine grossen Ueberredungskuenste mehr anwenden.
Der Spung fand in einer spektakulaeren Lage statt, ca. 400 Meter ueber Queenstown. Juli war unglaublich aufgeregt und war sehr gluecklich darueber, dass Michi ihre schwitzigen Haende nahm und alles fuer die Ewigkeit festhielt. Juli stuerzte sich ganz tapfer 47 Meter in die Tiefe und war danach so begeistert davon, dass sie sofort wieder springen wollte. Da gab es ja noch den hoechsten Bungy in Neuseeland...
Es dauerte nicht lang und schon stand Juli wieder im Buero von Aj Hackett (dem Bungy-Betreiber) und buchte den zweiten Sprung, der spektakulaere 134 Meter Highest Bungy New Zealands! Ihr muesst euch einfach das Video anschaun, es ist so schwer das zu beschreiben. Wir fuhren zu einer tiefen und steilen Schlucht und in der Mitte der Schlucht schwebte die Absprungstation, gehalten von dicken Stahlseilen. Wir wurden beide mit einer kleinen Gondel zu der Station gebracht und fuer Michi war allein das schon Nervenkitzel pur. Den Augenblick, als Juli auf der Rampe stand und hinunter in die Tiefe sah und bei 3 sprang, werden wir beide wohl nie vergessen! Das war wirklich ein verrueckter Tag!






























--------the Ledge 47 Meter------------------------Newis 134 Meter--------------



Bei Abenddaemmerung fuhren wir eine wunderschoene Strecke am Lake Wakatipu entlang bis nach Glenorchy, einem kleinen beschaulichen Doerfchen in traumhafter Lage. Dort beginnt der Routebourne Track, einer der beruehmten Great Walks, den wir am naechsten Tag in Angriff nahmen.
Die Wanderung fuehrte zuerst durch dichten Farnenwald, der immer lichter wurde je hoeher wir stiegen. Als wir die Baumgrenze erreichten (die liegt in Neuseeland deutlich tiefer als bei uns, bei ca. 1000 Meter) wurden wir von einem tollen Blick belohnt. Der schmale Track fuehrte weiter durch Sumpflandschaft und bot wunderschoene Blicke auf die umliegenden Bergipfel. Kurz vor dem Anstieg auf den ca. 1500 m hohen Conical Hill, dem Ziel dieser Wanderung, lag der sehr idyllische Lake Harris, an dem wir unser Zelt aufschlugen und unser 3 jaehriges Jubilaeum feierten. Ein schoeneres Plaetzchen fuer diesen Anlass haetten wir uns nicht suchen koennen.
Am naechsten Tag erklommen wir den Gipfel und sahen von dort sogar bis zur Tasmanischen See. Das Wetter hielt diesmal gluecklicherweise auch beim Abstieg!



Zurueck in Queenstown deckten wir uns mit Lebensmittel fuer die ganze naechste Woche ein. Die Supermaerkte sind hier ziemlich rar und teilweise findet man ueber hunderte von Kilometern keinen einzigen, das gleiche gilt uebrigens auch fuer Tankstellen...

Das schluchtenreiche Fiordland mit dem beruehmten Milford Sound wartet darauf, von uns endeckt zu werden...