Donnerstag, 28. Mai 2009

Der wilde Westen

Grüß euch liebe Leutz,

in unserem traumhaften Kurzurlaub in Cape Leveque ging es uns vielleicht ein klein wenig zu gut, den kurz darauf hat uns der sonst so treue Waldi in Stich gelassen und wir mussten ihm einen neuen Anlasser besorgen.
Doch der Ärger verflog schnell als wir uns in das gigantische Schluchtensystem des Karijini National Parks stürzten. Durch diesen abenteuerlichen Park schlängeln sich 5 riesige Schluchten mit bis zu 100 Meter steilen Felswänden und glasklaren (und eiskalten..) Becken am Grund.
Wir durchforschten die ein oder andere Gorges, kletterten an Wasserfällen hoch und genoßen den unglaublichen Anblick, den uns diese zerklüftete Landschaft bot.




















Von dort ging es dann schnurstracks Richtung Meer, zum wunderschönen Ningaloo Riff. Dort campten wir in den wildromantischen Sanddünen und schnorchelten im türkisblauen, ruhigen Meer, das von einem gewaltigen Riff geschützt wird und die tosenden Wellen abhält.
Es kann zwar nicht mim Great Barrier Reef mithalten was die Farben des Riffe angeht, hat aber eine unglaubliche Vielfalt der Meeresbewohner zu bieten. Unter anderem sahen wir eine innige Meeresschildkröte an uns vorbei schwimmen und der Michi entdeckte sogar (harmlose) Riffhaie!









Etwas weiter Richtung Süden endete das
Riff und die stürmische See krachte mit
aller Gewalt an die steinerne und
durchlöcherte Küste. Das Meer presst
ich eben durch diese kleinen Löcher und
daraus entstehen bis zu 10 Meter hohe
Fontänen, das sieht sehr beeindruckend
aus doch wir waren froh, im
trockenen zu sein...








Das nette Stranddörfchen Coral Bay mit seiner herrlichen Bucht lud zwar zum baden ein, aber nicht zum verweilen, da uns zu viele Touristen am Start waren.
Wir flüchteten uns nach erholsamen Stunden am Strand in die Dünen (unser Waldi macht`s möglich) und genoßen unsere Zweisamkeit.


Den australischen Winter bekommen wir so langsam zu spüren, die Tage werden kürzer und anstatt 35 hat es nur noch 30 Grad...;-)

Ganz liebe Grüße

Dienstag, 19. Mai 2009

Vom Pazifik zum Indischen Ozean

Die abenteuerlichen Kimberleys und die weißen Sandstrände von Broome

Unsere Reiseroute führte uns durch die atemberaubende Landschaft der Kimberleys, einer mit gelben Spinifex überzogenen Halbwüste mit gigantischen, roten Bergketten die von steilen Schluchten durchzogen werden.
Die Strecke zum abenteuerlichen Bungle Bungle National Park wurde von immer lustigeren Boab-Bäumen begleitet und die kontrastreiche Gegend zog uns so in ihren Bann, dass wir aus dem Staunen gar nicht mehr rauskamen.Die Kangaroos schmunzelten uns aus dem Busch an und die Nachmittagssonne tauchte die ganze Umgebung in die schönsten Farben
.


Und schon stürzten wir uns in das Allrad-Abentuer der unglaublichen Bungles, das abstrakteste "Gebirge" was wir je gesehen haben. Hunderte von rot-schwarz gestreiften, runden Felsformationen ... am besten ihr schaut euch einfach die Wahnsinnsfotos an.

Die nur für Geländewagen zugelassene, extrem steile, kurvige und vor allem steinige "Straße" hatte es ganz schön in sich und stellte unser treues Auto auf eine harte Probe.
Wir mussten sogar bis zu 50cm hohe Flüße überqueren, doch alles kein Problem für unseren Super-Waldi!







Im National Park erwarteten uns dann überwältigende, rote Schluchten und Felsspalten durch die wir klettern konnten und spektakuläre Wanderungen durch die Bungles, ein wirklich tolles Erlebnis!





















Es ging weiter Richtung Westen und auf dem Westen machten wir einen Abstecher zum Tunnel Creek, einer Tropfsteinhöhle die wir mit Taschenlampen erkunden konnten und zur fantastischen Windjana Gorge.
Durch diese riesige, tropische Schlucht schlängelt sich ein Fluss und auf den Sandbänken tummelten sich gefährlich aussehende Krokodile. Der Wanderweg führte nur wenige Meter an den Reptilien vorbei, doch diese schienen zum Glück kein Interesse an uns gehabt zu haben ...




Nach diesem Zusammentreffen mit eher angsteinflößenden Kreaturen widmeten wir uns viel zahmeren Tieren zu und schwingten uns auf die Rücken von Pferden auf einer typisch australischen Range. Auch der Michi bekam irgendwann seinen Hengst unter Kontrolle und wir konnten den Ausritt durch den Busch genießen.

Endlich erreichten wir die herrlichen, weißen Sandstrände von Broome und sie sind wirklich so schön wie man immer hört! Wir genoßen einen gemütlichen Strandtag am berühmten Cable Beach, beobachteten einen der tollsten Sonnenuntergänge überhaupt und sahen uns am Abend einen Film im Open Air Kino unter Sternenhimmel an.

Wir gönnten uns einen "Kurzurlaub" an der traumhaften Küste des Cape Leveque, nördlich von Broome und planschten dort im azurblauen und kristallklarem Meer was den Cook Islands schon sehr ähnlich kommt...
Wir hatten eine einfache, romantische Strohhütte direkt am Meer, chillten in der Hängematte und saßen abends lange am Lagerfeuer und staunten über den wahnsinns Sternenhimmel.
Es war für uns wie im Paradies!!!















Jetzt haben wir noch circa 4 Wochen Zeit für die Westküste die einiges zu bieten haben soll.
Wir entschieden uns die Reise in Perth zu beenden und nicht in Sydney, so bleiben uns 3000 km Fahrerei erspart und wir haben mehr Zeit zu Surfen und am Strand zu fletzen ...

Ganz liabe Griass an dahoam!

Mittwoch, 6. Mai 2009

Top End Australia

Darwin, Litchfield N.P. und die Strecke bis West Australien


Gruess euch,


trotz der unglaublich schönen und abwechslungsreichen Landschaft im Kakadu National Park freuten wir uns wieder auf die Zivilisation, die schwüle Hitze und die tausenden Moskitos hält man einfach nicht lange aus...

Also machten wir uns auf in die schillernde Metropole des Northern Territory mit sagenhaften 70.000 Einwohnern...;-)





Doch auf dem Weg dorthin machten wir

erstmal Bekanntschaft mit

riesen Barramundies und sehr innigen

Long-Neck-Schildkroeten!





Darwin liegt in einer großen Bucht mit vielen grünen Parks und hat einiges zu bieten.

Wir genossen einen Kinofilm im Liegestuhl unter Sternenhimmel, bummelten durch die recht überschaubare Stadt und hatten das Glück, den ersten Sunset Market in diesem Jahr erleben zu können. Überall duftete es aus feinstem Speisungsständen, Künstler zeigten was sie können und natürlich wurde jede menge Kram angeboten...wir schauten uns das schöne Eröffnungsfeuerwerk am Strand an und kauften uns eine Hängematte, die wir hier sicher sehr gut gebrauchen können.

Und schon ging es los zu dem nächsten tollen Highlight des Nordens, dem Litchfield National Park.

Schon auf dem Weg dorthin wurden wir von den wunderschönen Berry Springs überrascht, natürliche Schw

immbecken die mit Mangroven verzierten Flusswegen verbunden sind. Wir schwingten uns auf unsere Luftmatratze und verbrachten eine herrliche Zeit in dem erfrischenden Nass.




Im abwechslungsreichen Litchfield NP sahen wir traumhafte Wasserfälle mit Wasserlöchern zum plantschen, fuhren abenteuerliche Allrad-Tracks und stellten den Waldi auf die Probe und staunten über die gigantischen Termitenhügel! Die Ameisen erweisen sich hier als wahre Meister der Architektur und bauen ihre “Kathedralen” bis zu unglaublichen 8 Meter hoch!

Zum Schluss entdeckten wir noch den unglaublich schönen Robin Falls, mit schwarzem Gestein und kleinem Wasserloch zum baden, den wir ganz für uns alleine hatten.





Das ist sehr angenehm hier im Norden Australiens, überall gibt es wundervolle Seen oder Wasserfälle wo man sich erfrischen und der heißen Sonne kurz entfliehen kann.

Von dort aus ging es dann los in den wild, wild West! Den ganzen Weg schon wurden wir begleitet von lustigen Baobab Bäumen mit riesigen Stämmen und verkrüppelten Ästen. Bei dem Grenzübergang nehmen es die Aussies ziemlich genau, konfiszieren alles Obst und Gemüse und suchen das Auto nach Fröschen und Insekten ab...dafür wurden uns 1 1/2 Stunden geschenkt!




Das Abenteuer geht nun in den Kimberleys und an der Westküste weiter!