Wir befinden uns nun im wunderschoenen Neuseeland.
Zum Allgemeinen:
-Einwohner: 4,1 Millionen Menschen und 39 Millionen Schafe!
Nachdem wir in Sydney unseren geliebten Purple recht schnell und gluecklich mit Gewinn verkaufen konnten, buchten wir den Flug um einige Tage vor und landeten am 18.12 in Christchurch, dem groessten Ort auf der Suedinsel.
Der Flug war wie immer sehr entspannt, grosses Lob an Emirates.
Wir wurden erstmal vom Wetter ziemlich ueberrascht und frierten am ganzen Koerper. Die kurzen Hosen und das Bikini-Top sind volkommen fehl am Platz...
Das Wetter ist hier ganz anders als in Australien, erinnert eher an Deutschland...;)
Wir kauften uns gleich am ersten Tag unseren zweiten Campervan, diesmal ein kleineres und gemuetlicheres Gefaehrt. Einen Namen haben wir noch nicht, kommt aber bestimmt bald.
Da wir nun schon erfahren sind in Sachen Auto kaufen ging alles recht fix und so konnten wir schon am zweiten Tal losduesen! Wir naechtigten auf einem netten Campingplatz auf einer schoen gelegenen Halbinsel an der Ostkueste.
Da sich Michi's Freund Steffen auch zur Zeit in Neuseeland befindet trafen wir uns in Hamner Springs, das Tor zu den maechtigen, neuseelaendischen Alpen. Das freudige Wiedersehen wurde natuerlich gefeiert und so machten wir uns erst am naechsten Tag auf.
Unser Weg fuehrte ueber den wunderschoen gelegenden Lewis Pass in Richtung Westkueste. Auf halber Strecke endeckten wir natuerliche, heisse Quellen neben einem eiskalten Gebirgsfluss.
Wir badeten in den kleinen Becken und fuehlten uns grad wohl, nur die laestigen Sandfliegen, die hier sehr verbreitet sind, haben die Ruhe entwas gestoert.
Wir wanderten vom Arthurs Pass eine kleine Route und schlugen unsere Zelte in der Natur am Boden eines Wasserfalles auf.
Unser naechstes Ziel war der beruehmte Franz Josef Glacier! Wir konnten uns ueberhaupt nicht vorstellen dass dort ein Gletscher sein sollte, ueberall sahen wir Farnpalmen und dichter Regenwald. Doch ploetzlich endeckten wir die gewaltige, blaue Gletscherzunge, eingezwickt von den Bergen. Nur in Patagonien und in Neuseeland reichen die Gletscher so tief ins Tal, somit kann man das ewige Eis sehr nah erleben. An Weihnachten wanderten wir eine aufregende Tour bis zum Gletschertor. Im kleinen Dorf Franz Josef haben wir ein sehr gemuetliches und nett eingerichtets Hostel gefunden was sogar einen heissen Whirlpool im Garten hatte, wo wir uns nach der Wanderung aufheizen konnten.
So ein Weihnachten haben wir auch noch nie gehabt. Michi zauberte uns traumhafte Mango-Smoothies (mit seinem Weihnachtsmixer), der von echtem Franz-Josef-Gletscher-Eis, welches wir aus dem reissenden Gletscherfluss entwendeten, gekuehlt wurde.
Im glasklaren Matheson Lake, welchen wir bei einem gemuetlichen Rundweg erkundeten, spiegelten sich die steilen Felswaende des Mount Tasman und Mt Cook.
Etwa 30 km entfernt fanden ein schoenes Plaetzchen am Meer zum Naechtigen und verbrachten dort einen schoenen Abend. Die Tasmanische See zwischen Neuseeland und Australien ist sehr rau und wild und die Wellen waren einfach riesig.
Eine verrueckte Welt, man wandert auf einem uralten Gletscher und eine Stunde spaeter ist man am Meer!
Michi und ich starteten bei strahlendem Sonnenschein eine sehr aufregende Bergtour zu den Welcome Hot Springs, eine ziemliche anstrengende Wanderung von 6 Stunden, die durch einzigartige Landschaften belohnte. Das absolute Highlight: die Huette lag traumhaft in einer gruenen Mulde von riesen Bergen umgeben, die Spitzen alle Schneebedeckt. Und tatsaechlich kam ca. 50 Meter von der Huettn entfernt heisses Wasser aus der Tiefen der Erde gesprudelt... das ergab dann 4 grosse Becken mit verschiedenem Waermegrad! Einfach unglaublich, es war eiskalt doch wir lagen in Unterhose im heissen Wasser und konnten die leuchtenden Sterne und dunklen Berge bestaunen!
Leider spielte das Wetter am naechsten Tag nicht mehr mit und wir wurden von leichtem Regen aufgeweckt, welcher den ganzen Tag nicht mehr enden wollte und immer schlimmer wurde.
Beim Aufstieg war es ein normaler Wanderweg, am naechsten Tag ein reissender Fluss...
Der Abstieg war wirklich nicht einfach, da wir Fluesse durchqueren mussten und bis zu den Oberschenkeln im eiskalten Wasser standen. Daher kamen wir voellig durchnaesst bis auf die Knochen unten an. Aber es hat sich gelohnt...
Wir fuhren bis zur naechsten Orstschaft namens Haast und versuchten eine trockene Unterkunft zu finden. Da Silvester naht und diese Zeit automatisch die absolute Hochsaison in diesem Gebiet ist, waren natuerlich alle Hostels ausgebucht. Also mussten wir uns mit einem Fish and Chips Gericht zufrieden geben(was zu unserer beider Ueberraschung gar nicht schlecht war) und fuehrten unseren Weg Richtung Wanaka fohrt. Die Strasse folgte dem tiefgelegenen Haast Pass und fuehrte an traumhaften Bergseen und Landschaften vorbei. Eine Rest Area war wie fuer uns geschaffen und dort verbrachten wir dann die Nacht.
Am naechsten Tag kamen wir dann frohen Mutes in Wanaka an, dem selbsternannten Partyort Neuseelands zu Silvester. Wir fanden gluecklicherweise noch ein gemuetliches Hostel fuer eine Nacht. Es gab am Abend feinstes Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln und wir hatten 10 Meter neber dem Hostel einen kleinen Huegel ganz fuer uns allein, der uns wunderschoene Ausblicke in die Umgebung und auf den See gewaehrte, um den Wanaka liegt.
Am naechsten Tag ging es auf nach Puzzling World, einer der Hauptattraktionen des Ortes. Wir wussten eigentlich nicht was uns erwarten wird und wurden sehr ueberrascht. Zuerst raetselten wir stundenlang ueber Bilder, die sich nur mit optischer Taeuschung befassten. Wir kamen in einen schiefen Raum und konnten beobachten, wie Wasser nach oben fliesst oder wir fuhren mit einem kleinen Fahrstuhl nach oben, dachten aber dass er nach unten fuehrt. Unser Verstand spielte voellig verrueckt und erschwerte nur umso mehr den Ausweg im ueberdimensionalen Labyrinth zu finden. Ein sehr lustiges Abenteuer.
Den naechsten Tag wollten die Jungs unter sich sein und starteten daher eine kleine Wanderung in die umliegenden Berge. Juli leihte sich ein Mountainbike aus und fuhr zum nahegelegenden Mountainbike-Park, ein grosser Nadelwald der von Downhill-Touren bis zu extremen Schanzen alles zu bieten hatte. Am Abend fuhren wir zu einem ca. 10 km entfernen Campingplatz wo viele andere junge Leute auf Silvester warteten und daher richtig gute Laune herrschte.
Nun war es soweit, der letzte Tag 2007 hatte begonnen. Es war super Wetter und wir lagen den ganzen Tag faul in der Sonne und konnten den Tag nochmal so richtig geniessen. Am Abend, nach einer kraeftigen Mahlzeit, fuhren wir in die Stadt und feierten Silvester auf neuseelaendicher Art. Das Feuerwerk fiel zwar etwas rar aus, aber die Stimmung war absolut klasse.
Wir hoffen dass ihr alle einen wundervollen Start ins neue Jahr hattet und in guter Laune das Jahr 2008 beginnt.
Bis Bald :)