Freitag, 28. Dezember 2007

Berge und Schafe

Gruess euch!

Wir befinden uns nun im wunderschoenen Neuseeland.
Zum Allgemeinen:
-Einwohner: 4,1 Millionen Menschen und 39 Millionen Schafe!








Nachdem wir in Sydney unseren geliebten Purple recht schnell und gluecklich mit Gewinn verkaufen konnten, buchten wir den Flug um einige Tage vor und landeten am 18.12 in Christchurch, dem groessten Ort auf der Suedinsel.

Der Flug war wie immer sehr entspannt, grosses Lob an Emirates.
Wir wurden erstmal vom Wetter ziemlich ueberrascht und frierten am ganzen Koerper. Die kurzen Hosen und das Bikini-Top sind volkommen fehl am Platz...
Das Wetter ist hier ganz anders als in Australien, erinnert eher an Deutschland...;)






Wir kauften uns gleich am ersten Tag unseren zweiten Campervan, diesmal ein kleineres und gemuetlicheres Gefaehrt. Einen Namen haben wir noch nicht, kommt aber bestimmt bald.

Da wir nun schon erfahren sind in Sachen Auto kaufen ging alles recht fix und so konnten wir schon am zweiten Tal losduesen! Wir naechtigten auf einem netten Campingplatz auf einer schoen gelegenen Halbinsel an der Ostkueste.






Da sich Michi's Freund Steffen auch zur Zeit in Neuseeland befindet trafen wir uns in Hamner Springs, das Tor zu den maechtigen, neuseelaendischen Alpen. Das freudige Wiedersehen wurde natuerlich gefeiert und so machten wir uns erst am naechsten Tag auf.












Unser Weg fuehrte ueber den wunderschoen gelegenden Lewis Pass in Richtung Westkueste. Auf halber Strecke endeckten wir natuerliche, heisse Quellen neben einem eiskalten Gebirgsfluss.

Wir badeten in den kleinen Becken und fuehlten uns grad wohl, nur die laestigen Sandfliegen, die hier sehr verbreitet sind, haben die Ruhe entwas gestoert.
Wir wanderten vom Arthurs Pass eine kleine Route und schlugen unsere Zelte in der Natur am Boden eines Wasserfalles auf.
Wasserfaelle sind in Neuseeland im Gegensatz zu Australien ueberhaupt keine Besonderheit, hier gibt es so viele Fluesse, Seen, Gletscher...die ganze Insel besteht aus Wasser und Berge.








Unser naechstes Ziel war der beruehmte Franz Josef Glacier! Wir konnten uns ueberhaupt nicht vorstellen dass dort ein Gletscher sein sollte, ueberall sahen wir Farnpalmen und dichter Regenwald. Doch ploetzlich endeckten wir die gewaltige, blaue Gletscherzunge, eingezwickt von den Bergen. Nur in Patagonien und in Neuseeland reichen die Gletscher so tief ins Tal, somit kann man das ewige Eis sehr nah erleben. An Weihnachten wanderten wir eine aufregende Tour bis zum Gletschertor. Im kleinen Dorf Franz Josef haben wir ein sehr gemuetliches und nett eingerichtets Hostel gefunden was sogar einen heissen Whirlpool im Garten hatte, wo wir uns nach der Wanderung aufheizen konnten.
So ein Weihnachten haben wir auch noch nie gehabt. Michi zauberte uns traumhafte Mango-Smoothies (mit seinem Weihnachtsmixer), der von echtem Franz-Josef-Gletscher-Eis, welches wir aus dem reissenden Gletscherfluss entwendeten,
gekuehlt wurde.


















Am naechsten Tag ging es zum Fox Gletscher, die beiden liegen sehr nah zusammen. Doch der Anblick des Fox Gletschers war noch intensiver! Im Hintergrund tuermte sich die knapp 4000 Meter hohe, schneebedeckte Spitze des maechtigen Mount Cook auf, Neuseelands groesster Berg.
Im glasklaren Matheson Lake, welchen wir bei einem gemuetlichen Rundweg erkundeten, spiegelten sich die steilen Felswaende des Mount Tasman und Mt Cook.
Etwa 30 km entfernt fanden ein schoenes Plaetzchen am Meer zum Naechtigen und verbrachten dort einen schoenen Abend. Die Tasmanische See zwischen Neuseeland und Australien ist sehr rau und wild und die Wellen waren einfach riesig.
Eine verrueckte Welt, man wandert auf einem uralten Gletscher und eine Stunde spaeter ist man am Meer!





Michi und ich starteten bei strahlendem Sonnenschein eine sehr aufregende Bergtour zu den Welcome Hot Springs, eine ziemliche anstrengende Wanderung von 6 Stunden, die durch einzigartige Landschaften belohnte. Das absolute Highlight: die Huette lag traumhaft in einer gruenen Mulde von riesen Bergen umgeben, die Spitzen alle Schneebedeckt. Und tatsaechlich kam ca. 50 Meter von der Huettn entfernt heisses Wasser aus der Tiefen der Erde gesprudelt... das ergab dann 4 grosse Becken mit verschiedenem Waermegrad! Einfach unglaublich, es war eiskalt doch wir lagen in Unterhose im heissen Wasser und konnten die leuchtenden Sterne und dunklen Berge bestaunen!
Leider spielte das Wetter am naechsten Tag nicht mehr mit und wir wurden von leichtem Regen aufgeweckt, welcher den ganzen Tag nicht mehr enden wollte und immer schlimmer wurde.
Beim Aufstieg war es ein normaler Wanderweg, am naechsten Tag ein reissender Fluss...
Der Abstieg war wirklich nicht einfach, da wir Fluesse durchqueren mussten und bis zu den Oberschenkeln im eiskalten Wasser standen. Daher kamen wir voellig durchnaesst bis auf die Knochen unten an. Aber es hat sich gelohnt...
































Wir fuhren bis zur naechsten Orstschaft namens Haast und versuchten eine trockene Unterkunft zu finden. Da Silvester naht und diese Zeit automatisch die absolute Hochsaison in diesem Gebiet ist, waren natuerlich alle Hostels ausgebucht. Also mussten wir uns mit einem Fish and Chips Gericht zufrieden geben(was zu unserer beider Ueberraschung gar nicht schlecht war) und fuehrten unseren Weg Richtung Wanaka fohrt. Die Strasse folgte dem tiefgelegenen Haast Pass und fuehrte an traumhaften Bergseen und Landschaften vorbei. Eine Rest Area war wie fuer uns geschaffen und dort verbrachten wir dann die Nacht.


Am naechsten Tag kamen wir dann frohen Mutes in Wanaka an, dem selbsternannten Partyort Neuseelands zu Silvester. Wir fanden gluecklicherweise noch ein gemuetliches Hostel fuer eine Nacht. Es gab am Abend feinstes Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln und wir hatten 10 Meter neber dem Hostel einen kleinen Huegel ganz fuer uns allein, der uns wunderschoene Ausblicke in die Umgebung und auf den See gewaehrte, um den Wanaka liegt.


Am naechsten Tag ging es auf nach Puzzling World, einer der Hauptattraktionen des Ortes. Wir wussten eigentlich nicht was uns erwarten wird und wurden sehr ueberrascht. Zuerst raetselten wir stundenlang ueber Bilder, die sich nur mit optischer Taeuschung befassten. Wir kamen in einen schiefen Raum und konnten beobachten, wie Wasser nach oben fliesst oder wir fuhren mit einem kleinen Fahrstuhl nach oben, dachten aber dass er nach unten fuehrt. Unser Verstand spielte voellig verrueckt und erschwerte nur umso mehr den Ausweg im ueberdimensionalen Labyrinth zu finden. Ein sehr lustiges Abenteuer.

Den naechsten Tag wollten die Jungs unter sich sein und starteten daher eine kleine Wanderung in die umliegenden Berge. Juli leihte sich ein Mountainbike aus und fuhr zum nahegelegenden Mountainbike-Park, ein grosser Nadelwald der von Downhill-Touren bis zu extremen Schanzen alles zu bieten hatte. Am Abend fuhren wir zu einem ca. 10 km entfernen Campingplatz wo viele andere junge Leute auf Silvester warteten und daher richtig gute Laune herrschte.

Nun war es soweit, der letzte Tag 2007 hatte begonnen. Es war super Wetter und wir lagen den ganzen Tag faul in der Sonne und konnten den Tag nochmal so richtig geniessen. Am Abend, nach einer kraeftigen Mahlzeit, fuhren wir in die Stadt und feierten Silvester auf neuseelaendicher Art. Das Feuerwerk fiel zwar etwas rar aus, aber die Stimmung war absolut klasse.

Wir hoffen dass ihr alle einen wundervollen Start ins neue Jahr hattet und in guter Laune das Jahr 2008 beginnt.


Bis Bald :)


Dienstag, 11. Dezember 2007

Die Ostkueste ist abgeschlossen...

Grias euch!

In dem schoenen Byron haben wir es uns noch eine ganze Weile gut gehen lassen. Wir liessen uns unter der australischen Sonne brutzeln und versuchten uns weiterhin als Surfer.
Mit der Polizei werden wir es uns wahrscheinlich a bissl verscherzt haben...
Die Campingplaetze waren in Byron Bay wirklich unverschaemt teuer und da es super Parkplaetze direkt am Strand gab mit Dusche und allem drum und dran verbrachten wir unsere Naechte dort. Das hat den oertlichen Beamten aber gar nicht gefallen und daher haben wir nun 2 dicke Strafzettel in Hoehe von ca. 300 Dollar. Aber wir habens ja...;)

Nach ein paar Tagen brachen wir dann unsere Zelte ab und reisten weiter Richtung Sueden.
Eine wunderschoene Strecke an der Kueste, vorbei an traumhaft gelegenen und nur von Sandduenen vom Meer getrennten Seen und sattgruenen Weiden und Huegeln, brachte uns zu dem hochgelegenen Leuchtturm von Seal Rocks mit einer gigantischen Aussicht ueber das Meer und Kueste und sahen sogar Delphin-Schwaerme und Robben, die sich auf den Felsen sonnten.

Nach einigen schoenen Stunden an dem einsamen Beach, den wir dort fanden, ging die Fahrt weiter nach Nelson Bay.
Leider verlief die Autofahrt nicht ganz so reibungslos, wie wir uns das dachten. Es fing ploetzlich an wie aus Eimern zu schuetten und wir erlebten ein kraeftiges Fruehling-Gewitter australischer Art. Wir sahen die Ausfahrt vom Highway nach Nelson Bay sehr spaet und Michi versuchte unseren Purple noch um die Kurve zu manoevrieren. Das ging deutlich schief und unser Auto liess sich in der Kurve weder Lenken noch Bremsen.
Das Resultat: wir rasten auf das gegenueberliegende Auto zu und rammten es mit unsere Schnautze in die Seite.
Zum Glueck keine Personenschaden, aber dafuer um so mehr Blechschaden.

Tja, solche Dinge passieren aber wir machen trotzdem das Beste daraus und werden die restliche Zeit in dem wundervollen Land noch auskosten, auch wenn die Zeit wahrscheinlich kuerzer sein wird als geplant und Neuseeland wohl etwas laenger wird...


Unserem Purple ist zum Glueck nicht so viel passiert, wir konnten den Schaden ohne Probleme richten lassen und hoffen nun dass es niemanden auffallen wird beim Autoverkauf in Sydney.


Natuerlich sass der Schock doch recht tief und wir konnten daher den ersten Abend in Anna Bay, einem Strandoertchen von Nelson Bay, nicht ganz so geniessen.
Aber schon am naechsten Tag endeckten wir die Reize dieser Gegend und fuehlten uns sehr wohl. Juli besuchte eine Surfschule und belegte einen Surfkurs fuer eine Stunde und siehe da, man steht auf dem board. Der langersehnte Moment ist da! Sie versuchte dann auch Michi das erlernte beizubringen, scheiterte aber klaeglich...;-)






Ansonsten erlebten wir unglaublich schoene Sonnenuntergaenge und Wolkenformationen in allen erdenklichen Farben und campten direkt neben einer Sandsavanne die sich 38 Kilometer ins Hinterland zieht.














Unser Trip ging weiter nach Sydney und die Ostkueste Australiens war somit abgeschlossen.
Da wir doch schon einige Zeit in Sydney verbrachten, umfuhren wir die grosse Stadt und begaben uns weiter in Richtung Melbourne. Viele Reisende waren sehr begeistert von Melbourne und dementsprechend freuten wir uns darauf.

Doch zuerst stand etwas anderes auf unserem Plan, die beruehmte GREAT OCEAN ROAD!
Die Strasse gehoert zu den schoensten Routen dieser Welt und schlaengelt sich ab der Surfstadt Torquay(wo sich Quicksilver, Rip Curl, Cult und Billabong Laeden die Hand geben) ca. 50 Kilometer direkt an der dramatischen Felskueste entlang.
Das Meer donnert unermuedlich mit voller Wucht an die Suedkueste und schuf so ueber die Jahre die abstraktesten und wildesten Felsformationen. Die wohl bekanntesten und begehrtesten Formationen sind die "12 Apostels", 12 Felsnadeln die aus dem Meer empor ragen. Leider sind nur noch 6 davon uebrig, die Restlichen sind in den letzten Jahrzehnten in sich zusammengebrochen. Noch erwaehnenswert sind "the Arch", eine riesen Sanduhr und die "london bridge", eine Felsbruecke die auf die offene See fuehrt.
Es sind aber nicht nur die einzelnen Lookouts spektakulaer, die komplette Strecke ist unbeschreiblich schoen, staendig erblickt man das Meer und die Kueste auf neue Weise und auch das Hinterland hat einiges zu bieten. Gemaessigter Regenwald regiert im Hinterland, worauf die Bewohner Viktorias ( wir befinden uns nun schon im dritten Bundesstaat) maechtig stolz sind, und das zurecht. Wir wanderten einige Tracks und mussten uns durch dichte Farnpalmen arbeiten und erblickten tausend Jahre alte Baeume mit Staemmen von bis zu 20 Meter Durchmass!!!


Die Nacht verbrachten wir in einem sehr abgelegenen Campingground mittem im Regenwald. Diese Nacht werden wir so schnell nicht wieder vergessen!!! Wir parkten unseren Purple unter schattenspendenden (den Schatten haetten sie sich allerdings sparen koennen, es war so kalt dass wir sogar unsere dicksten Pullis aus der hintersten Ecke vom Auto kramen mussten) Eukaliptusbaeumen die in Besitz von innigen Koalas waren. Wir endeckten im laufe des Abends immer mehr von diesen putzigen Tieren in den Baumwipfeln und sie waren auch nicht zum ueberhoeren!!! Zwar schlafen die Tierchen den ganzen Tag, aber sie wachen dann doch manchmal auf, lassen ihren lauten "brumpfschrei" raus, nagen an einem Blaettchen und schlafen wieder weiter. Und da fast in jeden Baum ein inniger Koala sass, war die Nacht auch dementsprechend laut...;)

Da uns die Great Ocean Road so sehr begeistert hat, blieben wir sogar noch eine zweite Nacht und genossen die grandiosen Ausblicke. Schaut euch einfach die Fotos an, die werden euch bestimmt ueberzeugen!!!































Damit war der westlichste Punkt unserer Australien Reise erreicht und es ging zuruck in die pulsierende Multi-Kulti-Stadt Melbourne. Wir waren ueberrascht wie ganz anders Melbourne im Gegensatz zu Sydney ist. Es ist alles nicht so stark reglementiert, die Strassen sind bis tief in die Nacht sehr belebt und die Trambahn ist kostenlos...;)
Wir starteten unseren eigens gefuehrte Stadtrundgang vorbei am Parlament, einigen Kirchen und dem wunderschoenen Botanischen Garten.

Wir werden nun noch 1-2 Tage in Melbourne verbringen und dann geht es schon zurueck nach Sydney. Dort versuchen wir unseren Purple zu verkaufen und sobald dies geschehen ist, geht es los nach Neuseeland!

Also ihr Lieben, die naechste Info wird es vielleicht schon mit einem neuen Auto aus einem sehr reizvollenen Land geben!
Wir freuen uns sehr ueber eure Besuche und hoffen dass euch die Homepage weiterhin gut gefaelllt.

Geniesst die Vorweihnachtszeit mit richtigen Tannenbaeumen...bei uns schaut das alles etwas anders aus ;-)

Donnerstag, 29. November 2007

Brisbane, Nimbin & Byron Bay: Party Pur

Hey Leute,

die Zeit der romantischen Abende ist vorbei! Seit Fraser Island haben wir Hummeln im Hintern und grasen einen Party-Ort nach dem anderen ab...;)

Der absolute Wahnsinn:Brisbane. Soetwas haben wir beide noch nie gesehen. Wir hatten uns nach Fraser Island mit den 4 Schweizern zusammen getan und verbrachten letztendlich 3 sehr lustige und aufregende Tage (vor allem Naechte!!) in Brisbane.
Die Stadt ansich hat nicht sehr viel zu bieten, dafuer sind die Leute umso ausgeflippter. Wir verbrachten tatsaechlichen einen ganzen Abend nur auf unserem Balkon und betrieben People-Watching! Manche hatten nur noch Fetzten an (wenn ueberhaupt...), andere sahen aus als ob sie gerade der Hoelle entflohen sind, wieder andere waren auf einem absoluten Techno-Trip mit riesen Schlaghosen und allem drum und dran. Es waren auch sehr viele Schwule am Start, die ueberhaupt kein Problem damit hatten, das zu zeigen (wenn ihr wisst was wir meinen...)
Eines Nachts hatten wir auch den Drang, uns auf der Tanzbuehne auszupowern, doch das war um einiges schwerer als wir dachten. Wir landeten unter anderem in einem Reggae-Schuppen, in dem eigentlich keiner mehr wirklich wach war und der absolute Absturz begann dann in der Techno-Kirche. War nicht schlecht aufgemacht, aber die Musik lies einiges zu wuenschen uebrig. Egal, wir mischten uns natuerlich in die ausgeflippte Menge und tanzten bis in die fruehen
Morgenstunden.



Nach diesem Wochenende brauchten wir dringen entwas Ruhe, verliessen die Schweizer in der Hoffnung, sie bald wieder zu treffen und machten uns auf den Weg in das idyllisch in den Bergen gelegene Nimbin. Jeder kennt den Namen aber dafuer ist dieser Ort sehr klein. Wie sich herausstellte, sind wir in einer Hippie-Hochburg gelandet wo ein Haus bunter ist wie das andere. Alles lief sehr gemaechlich ab, wir trafen einige Bob Marley's auf dem Weg und hatten Zeit, die Eindruecke der letzten Tage auf uns wirken zu lassen...











Mit guter Laune verliessen wir den netten Ort und fuhren zum Beach zurueck. Unser Ziel: Byron Bay.
Allerdings muss man ganz drigend den Stop in Lismore hervorheben! Wir sind nun offizielle Inhaber unseres Purpel's, schwarz auf weiss!
Zurueck zu Byron Bay, hier ist auch richtig was los! Es draengeln sich in den von jungen Menschen wimmelnden Strassen Surf-Shops, Strandkleidungslaeden und Doener-Buden aneinander und doch hat Byron einen ganz eigenen Flair. Vielleicht liegt das auch daran, dass Nimbin nur 30 km entfernt ist...
Da dieser Ort als DAS Surf-Mekka Australiens gilt, probierte es auch Juli mal mit ihrem eigenen Brett (fuer sage und schreibe 60 $, man kann sich vorstellen wie das Board ausschaut...;))
Ausser blauen Flecken, einen fetzen Sonnenbrand und ueblen Muskelkarter sprang leider nicht sehr viel raus, Juli war nicht eine Sekunde mit einem Fuss auf dem Brett. Aber keine Sorge, es wird natuerlich nicht aufgegeben!!!
Es ist zur Zeit Sping-Break Time an der Kueste, das bedeutet alle Highscool-Abgaenger kommen in diese Gegend um den Lern-Stress abzubauen. Zum Glueck ist wohl Surfers Paradies mehr davon betroffen, aber das wird wohl auch ein Grund dafuer sein, dass man hier ausschlieslich junge Leute antrifft.
Wir waren hier schon auf einer sehr spontanen und super guten Strand-Party und geniessen das Leben in vollen Zuegen.

Liebste Gruesse und schoene Vorweihnachtszeit,

eure Auswanderer

Freitag, 23. November 2007

Fraser, Abenteuer ohne Ende

Ein herzliches Hallo!!!

Machen wir weiter beim Atherton Tableland: unsere Begeisterung hielt sich in Grenzen.
Wir haben zwar bestimmt 5 Wasserfaelle pro Tag zu sehen bekommen, aber wie ihr ja wisst haben wir unseren "Paradies-Wasserfall" schon gefunden...;)

Eine Sache muss man aber ganz klar herausheben: Paronella Castle!!!
Mitten im Nichts hat ein Spanier vor langer Zeit seinen Traum erfuellt und sich seine eigene Landschaft kreiert, mit Schloesschen, Liebesbrunnen, Wasserfall, kleinen wunderschoenen Pfaden durch seinen selbst angelegten Dschungel, also mit allem drum und dran. Wir blieben dort Uebernacht und genossen den Charme und die angenehme Aura.




Am naechsten Tag besuchten wir den Billabong Sanctuary, ein ganz naturbelassener Tierpark wo wir riesen Krokodile beim Speisen beobachten konnten. Und jetzt kommts: Juli hatte einen innigen Wombat auf dem Arm!!! Diese Tiere sind unglaublich, sie schauen aus wie ueberdimensionale Meerschweinchen, haben grosse Kulleraugen und sind sehr, sehr schwer. Und vor allem so weich. Damit ihr euch eine Vorstellung machen koennt, hier das Foto:






Wir konnten noch suesse Koalas streicheln und hatten sogar eine Kobra um den Hals. Cassowarries gab es auch, aber die haben wir schon in freier Natur gesehen. Auch etwas ganz besonderes da diese bunten Voegel, die einem Strauss sehr aehneln, leider nur noch sehr selten sind. Sie sind ganz schwarz, haben besonders schoene Federn und der Kopf ist knallrot mit bisschen blau und gruen. Schaut super aus...

Wir machten uns auf den Weg nach Airlie Beach, den Ausgangspunkt fuer die weltweit beruehmten Withsundays Islands. Dort wollten wir einen Segel-Toern mitmachen und uns von den weissen-Sandstraenden begeistern lassen, aber leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Ort ist bekannt fuer die ausgelassene Stimmung und den vielen Partys, die dort jeden Abend steigen. Wir machten uns also einen recht sueffigen Abend und liessen am naechsten Tag die Withsundays hinter uns. Die Preise fuer die Segeltoerns waren astronomisch und wenn dass Wetter auch noch schlecht ist, wollten wir uns das Geld lieber sparen. Schliesslich kommen wir ja noch nach Neuseeland und von dort ist es nicht mehr weit zur Suedsee...

Es ging also weiter nach Rockhampton, dem Beef Capital of Australia. Das heisst, komplett Australien wird von dem Fleisch aus Rockhampton beliefert und wie man sich schon denken kann, ist es eine sehr laendliche Gegend die Bayern recht aehnelt und wir uns naturlich sehr wohl fuehlten...
Wir assen dort unser (ungelogen) besstes Steak unsere Lebens (Rumpsteck in Pepper-Souce..hmmm)!!! Der absolute Hammer war: wir durften im Parkplatz eines abgelegenen Pubs kostenlos mit unserem Camper stehen und an diesen Abend spielte eine Ein-Man-Blues-Band in diesem Pub. Da es wie gesagt recht abgelegen war, fanden wir nur Aussies und eingefleischte Cowboys an und da es ja bekannt ist dass die Australier die besten Bier-trinker der Welt sind, ging es auch dementsprechend zu...;) Alle tanzten (und fielen alle 5 Minuten um) und sangen bis spaet in die Nacht, und wir beide mittendrin! Des war a Gaudi!!!


In unseren Reisefuehrern stand, dass die vorgelagerte Insel Great Keppel Island den beruehmten Withsundys in nichts nachsteht und wohl genauso schoen ist, nur nicht so von Touristen belagert. Daher packten wir unsere 7 Sachen und fuhren mit der Faehre fuer 2 Tage auf die besagte Insel. Und es war genau so wie im Reisefuehrer beschrieben: Kilometer lange Straende, die wir ganz fuer uns allein hatten (verstaendlich wenn man sich vorstellt, dass nur ca. 80 Einwohner auf dieser Insel leben). Wir verbrachten zwei wunderschoene, ruhige Tage und konnten uns kaum vor den Opossums retten, die zu hundertfach auf Great Keppel leben. Fuer die Einwohner eine Plage, fuer uns ein exotisches Exemplar mehr im Tier-Repertoir.

Es ging weiter nach Bundaberg. Hat schon jemand von dem beruehmten Australischen Rum gehoert? In der gleichnamigen Stadt hat die groesste Rum-Destellerie ihren Sitz und versorgt ganz Australien mit dem guten Tropfen. Wie ja die meisten wissen ist Michi ein grosser Rum-Liebhaber und daher war der Besuch mit Rundgang und selbsverstaendlich der Probe ein Muss. Wir waren sehr begeistert von dem aufwaendigen Produktionszyklus und trinken nun noch mehr Rum wie davor...;)Bei Bundaberg gibt es einen Strand, der beruehmt ist als Ei-ablege-Platz der Schildkroeten. Jedes Jahr genau um diese Zeit (also Oktober bist Dezember) kommen die feinen Schildies aus der ganzen Welt und legen dort ihre Eier ab. Wie wir lernten, sind das gar nicht wenig. Die Damen kommen in dieser Zeit ca. 4 mal an diesen Platz und legen unglaubliche 1000 Eier ab! Wir warteten den ganzen Abend mit vielen anderen Besuchern, doch leider waren die Schildies an diesen Abend wohl zu faul...wir sahen keine einzige. Aber dafuer wurden wir mit vielen sehr interessanten Informationen ueberschuettet, zum Beispiel dass das Geschlecht von der Temperatur des Sandes abhaengt. Wenn der Sommer also in einem Jahr etwas kaelter ist, werden tausende, kleine Schlidkroeten-Maenner geboren.



Fraser Island, wir kommen!!!

Unser Ausgangspunkt war Hervey Bay, wo wir uns einer kleinen Guppe von ca. 15 Leuten zu einer Self-Drive-Tour anschlossen. Das bedeutet, wir sind auf uns alleine gestellt, keine nervigen Guides die zu jeden Stein eine Geschichte wissen. Uns wurden 2 (wohlgemerkt PINKE) 4WD Autos zu verfuegung gestellt mit Camping Ausruestung und Zelten. Dann ging es los. In unserer Gruppe waren 3 lustige Ami-Girls, 2 Hollaender, paar Deutsche und 4 Schweizer Jungs, die alle absolute Spasskanonen sind.
Mann muss wissen, die Insel besteht nur aus Sand. Manche behaupten sogar, dort gibt es mehr Sand wie in der Sahara. Die Strassen sind natuerlich auch nur Sand und die Fahrten sind daher unvergesslich. Ein paar Mal sind wir sogar stecken geblieben, aber zum Glueck hatten wir starke Maenner an Bord, die dann anschieben mussten. Aber ganau das machts aus.
Die Fahrten am Strand neber dem Meer ging recht einfach, da der Sand dort recht hart ist und man faehrt wie auf einer normalen Strasse. Aber sobald wir ins Insel-Innere gefahren sind, wurden wir kraeftig durchgeschuettelt.
Wir kamen an traumhafte Seen mit glasklaren Wasser die fuer Abkuehlung sorgten. Da man im Meer nicht baden kann (sonst kommt ein kleiner Hai und beisst einem den Finger ab) waren diese Seen bei uns sehr beliebt!!! Die Meisten wurden von weissen Sand und Duenen umrandet, was natuerlich wunderschoen aussah.

An den Abenden wurde gegrillt, gesungen und Spiele gespielt wie in einem Pfadfinder Lager, super Stimmung!!! Da wir uns mit den Schweizern sehr gut verstanden haben und viel Spass hatten, haben wir und zusammengetan und reisen jetzt eine Weile zusammen mit den ausgeflippten Jungs.



Die Insel war ein einzigartiges Erlebniss und wir sind auch sehr froh, dass wir uns dieser Gruppe anschlossen.

Wir sind jetzt in Brisbane, die groesste Stadt der Sunshine und Gold Coast Aerea. Da es Wochenende ist, ist brutal viel los und die Stadt ist ueberlagert von tausenden jungen Leuten die auf der Suche nach Spass und langen Abenden sind. Wir werden uns der Menge anschliessen...;)

Bittte kuesst den Schnee von uns und baut ein kleinen Schneemann fuer uns beide!!!

Liebe Gruesse und bis bald

Donnerstag, 8. November 2007

Die Reise hat begonnen ...


Gruess euch!

Es ist viel passiert in den letzten zwei Wochen, vorallem da wir nun Mobil sind und unseren eigenen Campervan besitzen! Es war zwar nicht so einfach wie wir uns das gedacht hatten, da auch einige Schrottkisten dabei waren, aber letztendlich haben wir uns fuer den Richtige
n entschieden. Wir haben alles was wir brauchen: ein gemuetliches Bett, Kuehlschrank, Kochstation und ein super Motor der uns durch die heissesten Strecken bringt...



Der Kauf hat doch 5 ganze Tage in Anspruch genommen und somit brannten wir darauf, endlich
das richtige Australien zu endecken. Unsere erste Route fuehrte ueber schoene Straende in den Norden zum Cape Tribulation, das groesste zusammenhaengende Regenwald-Gebiet Australiens.
Dort hatten wir einen Campingplatz ganz fuer uns allein und wurden von Dino's erschreckt oder hatten Muehe unser Auto in der Dunkelheit zu finden...
Wir erlebten das atemberaubende Great-Barrier-Reef bei einem Schnorchelgang und sahen die bunten und schillernden Korallen und Fische der Unterwasserwelt.




Wir erlebten auch abenteuerliche Wanderungen durch den
Regenwald, wo wir mit Lianen Tarzan und Jane spielten. Zwischendurch kamen immer wieder kleine Natur-Pools, die fuer Abkuehlung sorgten. Unseren Traumstrand haben wir auch gefunden: Thornton Beach! Ein kilometerlanger, feinsandiger und mit Palmen uebersaeter Strand nur fuer uns allein. Das badewannenwarme Meer und die vorgelagerten Inseln machten das Paradies perfekt!


























Vom feuchten Regenwald begaben wir uns in das verlassene, trockene Outback! Der Freeway fuehrte uns Stundenlang durch Wueste und die einzigen Ortschaften bestanden aus einer Tankstelle und einem Pub!
Unser Ziel war die Stadt Cooktown wo Mr. James Cook das erste Mal das Festland Australiens betrat, das sich als abgelegendes Dorf herausstellte mit Einwohner ganz besonderer Art! Siehe diese Fotos:






















Trotz der Einsamkeint gab es einige Dinge zu erleben, wie den herrlichen Sonnenaufgang mit 360 Grad Panorama-Blick auf die Bucht Cooktowns.


Ein Insider-Tip vom Lonely Planet (unser Reisefuehrer) fuehrte uns durch staubige und steinige Trampelpfade zu einem der schoenesten Flecke dieser Erde.

Ein einsamer im Outback stuerzt in einen glasklaren See, der von einer Steinmauer umgeben ist. Wir fuehlten uns Pudelwohl und verbrachten die bis jetzt schoensten Stunden unserer Reise an diesem Ort.






Nun sind wir im Atherton Tabelland angekommen, der erste Ort wo es wieder einigermassen Zivilisiert zugeht und wir auch Internet-Anschluss haben...
Hier wollen wir noch einige Tage verbringen und uns anschliessend an die Ostkueste begeben.



Wir freuen uns riesig ueber eure Kommentare und Besuche und hoffen dass euch die Homepage gut gefaellt.




Liebe, sonnige Gruesse an Alle, Aubing und Osterhofen!

See ya and don't worrie

Montag, 22. Oktober 2007

First steps

Servus Leute,

wir haben es endlich geschafft...unsere Homepage ist startklar!

Obwohl wir erst seit gut zwei Wochen im wunderschoenen Australien sind, gibt es schon einiges zu erzaehlen. Den Besuch der Blue Mountains, die Vorzuege von Bondi, unsere Eindruecke der schrillen Metropole Sydney...doch alles der Reihe nach!




At first: Dubai!!! Da muss erst mal ein Bild her, damit sich auch jeder vorstellen kann was da abgeht!



Unser Hotel war echt erste Sahne, kann man nicht meckern. Doch die Stadt ist alles andere als das Paradies. Es gibt nichts anderes als hohe Haeuser (richtig hohe Haeuser) und darin befinden sich entweder Hotels oder Bueros. Ansonsten ist die Stadt wie lehrgefegt. Es gibt kein einziges Cafe, Restaurant oder Shops, es gibt noch nicht mal Fussgaengerwege! Und ueberall wo man hinschaut Baustellen, Bauarbeiter und riesen Laster oder Kraene...also wie schon gesagt, hat uns ueberhaut nicht gefallen.




Aber zum Glueck ging es am naechsten Tag schon wieder weiter und landeten nach ewigem Flug ueber Bangkok in Sydney. Unser erster Eindruck: Wow!



Die Sehenswuerdigkeiten hatten wir an einem Tag schon abgeklappert, die Harbour Bridge und die beruehmte Oper. Das wars auch schon an Top Spots, aber darum geht es in dieser Stadt auch gar nicht. Es geht viel mehr ums feelig, ums leben und geniessen! Die Leute sind so unglaublich freundlich und hilfsbereit und alles laeuft sehr sehr easy ab!



Unser Hotel liegt sehr zentral, direkt am quirligen Darling Harbour und direkt an der Grenze zu China Town. Doch die Chinesen gibt es nicht nur dort, wir haben das Gefuehl dass mehr Asiaten in Sydney wohnen als Aussies!


Juli's Maedels gaben ihr eine Bayern-Flagge mit und damit sie
auch glauben dass diese immer dabei ist und auch wirklich
jeder sehen kann dass mia Bayern san, hier der Beweis:









In den ersten Tagen erkundeten wir noch den Botanischen Garten mit den exotischten Pflanzen aus der ganzen Welt und fuhren mit der Faehre nach Manli, einem schoenen Beachort in der Umgebung. Hier wurde das Surfen erfunden und das leben die Leuts hier auch wirklich aus.
Nachdem wir richtig angekommen sind und uns auch schon recht heimisch fuehlen zogen wir um nach Bondi in die Schulresidenz, da die Juli ja bisserl schlauer werden moechte;)



Das Hostel ist ganz nett, allerding gibt es den lieben Eric, unseren nervigen, deutschen Hausherren, der meint tausend Regeln aufzustellen und Michi den entspannten Vormittag zu begluecken...;) Zum Glueck ist Juli zu der Zeit in der Schule und fleissig am Lernen.







Bondi ist das absolute Surf-Mekka, unglaublich! Man sieht das Meer kaum vor lauter Surfer, die Coolness kennt keine Grenzen. Natuerlich auch zu lande denn hier herrscht ganz klar: Sehen und gesehen werden! Fuer uns zwei Beach-Bums kein Problem, da koennen wir mit unseren Luxus-Body's gut mirhalten;)







Nach zwei Wochen hatten wir genug vom Stadt- und Strandleben und liessen uns von dem beruehmten Blue Mountains begeistern. In dem netten Oertchen Katoomba hatten wir eine unglaublich relaxte Unterkunft mit einer Dame die es jedem Recht machen wollte. Am Samstag starteten wir unseren ersten Walk in den Busch. Wir wanderten durch tiefen Dschungel und entlang steil abfallenden Felswaenden, sehr beeindruckend. Wir endeckten unmengen von komischen Tieren wo wir heut noch nicht wissen was oder wer sie waren...Unter anderem sahen wir einen riesigen Leguan, knallrote Krebse wo wir dachten Skorpione waeren hinter uns her, Papageien in quitschigen Farben und Kakadus. Eine kleine Schlange war auch dabei und nicht zu vergessen der Bush Turkey!


Die Wentworth Falls waren das absolute Highlight, da muessen unbedingt Fotos her:




Am Sonntag durchwanderten wir dann die Tiefen des maechtigen Grand Canyons und nur noch Tarzan fehlte um das absolute Dschungel-Feeling komplett zu machen. Ueberall waren die saftig-gruenen Farnpalmen zu sehen und auch dort entdeckten wir allerhand Viecher!




Die Wanderungen waren gar nicht ohne und erforderten ausreichend Energie die anschliessen bei einem der besten Chilli Con Carne worldwide und einem frischen, australische Glaesschen Weiswein abgebaut wurden.\




Es war auf jeden Fall ein sehr abwechslungsreiches und atemberaubendes Wochenende das uns Lust auf Mehr gemacht hat.




Australien, wir kommen...!!!



Unsere naechsten Eintraege werden as soon as possible folgen...




Howdy!