Montag, 22. Juni 2009

Pfiadi Waldi, Seruvs Australien!

Perth und Umgebung

Die Tage von unserem feinen Auto waren gezählt und wir wollten den Allradantrieb nochmal so richtig auskosten, deshalb erkundeten wir die atemberaubende Peron Penisula.
Wir wurden gleich von den ältesten “Lebewesen” auf dieser Welt begrüßt, von denen wir alle abstammen: Stromatoliten. Sie sind unglaubliche 3,5 MILLIARDEN Jahre alt, wir verdanken ihnen den Sauerstoff und unser Dasein und hier ist der einzige Platz auf der Erde, wo sie noch existieren!
Als nächstes kamen wir zum fasziniereden Shell Beach, dessen traumhafter, weißer Strand nur aus Muscheln bestand, ein reiner Muschelstrand !
Eine wunderschöne Küstenlandschaft zeichnet dieses tolle Fleckchen aus, wir sahen Delphine und sogar Haie im Meer tollen.















Der nördlichste Zipfel dieser Halbinsel beseht nur aus Sand und das war die reinste Gaudi auf den tiefsandigen Pisten zu fahren. An einer ziemlich üblen Stelle blieben wir dann sogar stecken, selbst der Waldi kennt seine Grenzen doch zum Glück waren Fischer in der Nähe die uns wieder rauszogen. Ansonsten schlitterten wir bravourös durch das tiefrote, sandige Gelände und erreichten dadurch herrliche, abgelegene Strände und konnten die lebhafte Unterwasserwelt beobachten














Nach diesem Abenteuer erwartete uns eine malerische und sehr einsame Küste mit schönen Sanddünen und Buchten, einem grünen und hügeligen Hinterland und den abstrakten Pinnacles.
Mal wieder ein beeindruckendes Naturphänomen welches aus Sand, Muscheln und Zeit eine Mondlandschaft mit tausenden Kalksteinformationen bildete. Wir kamen uns vor wie auf einem anderen Planteten, als wir durch dieses unwirkliche Gelände fuhren.




Von dort ging es dann in Richtung Perth, doch davor besichtigten wir noch den kleinen Yanchep National Park der mit seinen Eukalyptusbäumen ein Paradies für Koalas ist.
Wir konnten ihnen beim Speisen und Klettern zuschauen doch wie immer hielten die meisten ein tiefes Schläfchen.



Es vergingen keine 2 Tage und wir hatten unseren geliebten Waldi mit sattem Gewinn an ein sehr freundliches australisches Pärchen verkauft. Wir waren zwar anfangs völlig überfordert mit dem typischen Großstadtleben, doch Perth mit seinen grünen Parks und großen Seen und den bunten Vorstädten wie Fremantle gefiel uns sehr gut. Wir freuten uns sehr über den schnellen Verkauf denn so hatten wir noch 10 Tage die wunderschöne Margaret River Region südlich von Perth zu erkunden.
Da es dort unten mittlerweile empfindlich kalt geworden ist, entschieden wir uns für einen komfortablen und super ausgestatteten Campervan den wir uns für diese Zeit mieteten.
Das Meer ist gar nicht mehr so schön friedlich und vom Riff geschützt wie weiter nördlich und prallt mit voller Wucht auf die zerklüftete Küste. Die massiven, riesigen Wellen sahen in unseren Augen ziemlich angsteinflößend aus, aber die Aussies kennen da nix und rockten mit ihren Surfbrettern die Wellen, sehr beeindruckend. Das Weingebiet um Margaret River hatte es uns hingegen viel mehr angetan ..
Natürlich kosteten wir die Weinproben aus und gaben uns als die absoluten Kenner aus ;)

















Im Hinterland wachsen die beeindruckenden Karri Bäume, die bis zu 100 Meter hoch werden und Stämme haben so groß wie unser Wohnzimmer(wenn ihr´s nicht glaubt, wir haben Beweise!).
Wir spazierten den tollen Tree Top Walk entlang, der in 40 Meter Höhe durch die bäume führt und einen kleinen Eindruck von der Größe der gewaltigen Giganten gibt
In vielen hat schon der blitz eingeschlagen und sind dadurch gespalten so dass man hineinklettern konnte und man kam sich vor wie in einer Höhle.
Durch den Regen den wir hatten, wirkte die Gegend sehr mystisch, wir genossen die gute Luft und sahen hunderte von innigen Kangaroos.























Für den letzten Tag unserer Reise dachten wir uns etwas Besonderes aus und schlossen uns einer Waltour an. Unser kleiner Katamaran arbeitete sich durch die raue See, das Wasser peitschte uns ins Gesicht, aber dafür sahen wir die größten Säugetiere dieser Welt aus nächster Nähe und uns wurde mit einer überdimensionalen Schwanzflosse zugewunken.


Eine spannende, überwältigende und extreme Reise geht zu Ende in einem Land das fast menschenleer, aber doch sehr menschlich ist.

The End

Donnerstag, 28. Mai 2009

Der wilde Westen

Grüß euch liebe Leutz,

in unserem traumhaften Kurzurlaub in Cape Leveque ging es uns vielleicht ein klein wenig zu gut, den kurz darauf hat uns der sonst so treue Waldi in Stich gelassen und wir mussten ihm einen neuen Anlasser besorgen.
Doch der Ärger verflog schnell als wir uns in das gigantische Schluchtensystem des Karijini National Parks stürzten. Durch diesen abenteuerlichen Park schlängeln sich 5 riesige Schluchten mit bis zu 100 Meter steilen Felswänden und glasklaren (und eiskalten..) Becken am Grund.
Wir durchforschten die ein oder andere Gorges, kletterten an Wasserfällen hoch und genoßen den unglaublichen Anblick, den uns diese zerklüftete Landschaft bot.




















Von dort ging es dann schnurstracks Richtung Meer, zum wunderschönen Ningaloo Riff. Dort campten wir in den wildromantischen Sanddünen und schnorchelten im türkisblauen, ruhigen Meer, das von einem gewaltigen Riff geschützt wird und die tosenden Wellen abhält.
Es kann zwar nicht mim Great Barrier Reef mithalten was die Farben des Riffe angeht, hat aber eine unglaubliche Vielfalt der Meeresbewohner zu bieten. Unter anderem sahen wir eine innige Meeresschildkröte an uns vorbei schwimmen und der Michi entdeckte sogar (harmlose) Riffhaie!









Etwas weiter Richtung Süden endete das
Riff und die stürmische See krachte mit
aller Gewalt an die steinerne und
durchlöcherte Küste. Das Meer presst
ich eben durch diese kleinen Löcher und
daraus entstehen bis zu 10 Meter hohe
Fontänen, das sieht sehr beeindruckend
aus doch wir waren froh, im
trockenen zu sein...








Das nette Stranddörfchen Coral Bay mit seiner herrlichen Bucht lud zwar zum baden ein, aber nicht zum verweilen, da uns zu viele Touristen am Start waren.
Wir flüchteten uns nach erholsamen Stunden am Strand in die Dünen (unser Waldi macht`s möglich) und genoßen unsere Zweisamkeit.


Den australischen Winter bekommen wir so langsam zu spüren, die Tage werden kürzer und anstatt 35 hat es nur noch 30 Grad...;-)

Ganz liebe Grüße

Dienstag, 19. Mai 2009

Vom Pazifik zum Indischen Ozean

Die abenteuerlichen Kimberleys und die weißen Sandstrände von Broome

Unsere Reiseroute führte uns durch die atemberaubende Landschaft der Kimberleys, einer mit gelben Spinifex überzogenen Halbwüste mit gigantischen, roten Bergketten die von steilen Schluchten durchzogen werden.
Die Strecke zum abenteuerlichen Bungle Bungle National Park wurde von immer lustigeren Boab-Bäumen begleitet und die kontrastreiche Gegend zog uns so in ihren Bann, dass wir aus dem Staunen gar nicht mehr rauskamen.Die Kangaroos schmunzelten uns aus dem Busch an und die Nachmittagssonne tauchte die ganze Umgebung in die schönsten Farben
.


Und schon stürzten wir uns in das Allrad-Abentuer der unglaublichen Bungles, das abstrakteste "Gebirge" was wir je gesehen haben. Hunderte von rot-schwarz gestreiften, runden Felsformationen ... am besten ihr schaut euch einfach die Wahnsinnsfotos an.

Die nur für Geländewagen zugelassene, extrem steile, kurvige und vor allem steinige "Straße" hatte es ganz schön in sich und stellte unser treues Auto auf eine harte Probe.
Wir mussten sogar bis zu 50cm hohe Flüße überqueren, doch alles kein Problem für unseren Super-Waldi!







Im National Park erwarteten uns dann überwältigende, rote Schluchten und Felsspalten durch die wir klettern konnten und spektakuläre Wanderungen durch die Bungles, ein wirklich tolles Erlebnis!





















Es ging weiter Richtung Westen und auf dem Westen machten wir einen Abstecher zum Tunnel Creek, einer Tropfsteinhöhle die wir mit Taschenlampen erkunden konnten und zur fantastischen Windjana Gorge.
Durch diese riesige, tropische Schlucht schlängelt sich ein Fluss und auf den Sandbänken tummelten sich gefährlich aussehende Krokodile. Der Wanderweg führte nur wenige Meter an den Reptilien vorbei, doch diese schienen zum Glück kein Interesse an uns gehabt zu haben ...




Nach diesem Zusammentreffen mit eher angsteinflößenden Kreaturen widmeten wir uns viel zahmeren Tieren zu und schwingten uns auf die Rücken von Pferden auf einer typisch australischen Range. Auch der Michi bekam irgendwann seinen Hengst unter Kontrolle und wir konnten den Ausritt durch den Busch genießen.

Endlich erreichten wir die herrlichen, weißen Sandstrände von Broome und sie sind wirklich so schön wie man immer hört! Wir genoßen einen gemütlichen Strandtag am berühmten Cable Beach, beobachteten einen der tollsten Sonnenuntergänge überhaupt und sahen uns am Abend einen Film im Open Air Kino unter Sternenhimmel an.

Wir gönnten uns einen "Kurzurlaub" an der traumhaften Küste des Cape Leveque, nördlich von Broome und planschten dort im azurblauen und kristallklarem Meer was den Cook Islands schon sehr ähnlich kommt...
Wir hatten eine einfache, romantische Strohhütte direkt am Meer, chillten in der Hängematte und saßen abends lange am Lagerfeuer und staunten über den wahnsinns Sternenhimmel.
Es war für uns wie im Paradies!!!















Jetzt haben wir noch circa 4 Wochen Zeit für die Westküste die einiges zu bieten haben soll.
Wir entschieden uns die Reise in Perth zu beenden und nicht in Sydney, so bleiben uns 3000 km Fahrerei erspart und wir haben mehr Zeit zu Surfen und am Strand zu fletzen ...

Ganz liabe Griass an dahoam!

Mittwoch, 6. Mai 2009

Top End Australia

Darwin, Litchfield N.P. und die Strecke bis West Australien


Gruess euch,


trotz der unglaublich schönen und abwechslungsreichen Landschaft im Kakadu National Park freuten wir uns wieder auf die Zivilisation, die schwüle Hitze und die tausenden Moskitos hält man einfach nicht lange aus...

Also machten wir uns auf in die schillernde Metropole des Northern Territory mit sagenhaften 70.000 Einwohnern...;-)





Doch auf dem Weg dorthin machten wir

erstmal Bekanntschaft mit

riesen Barramundies und sehr innigen

Long-Neck-Schildkroeten!





Darwin liegt in einer großen Bucht mit vielen grünen Parks und hat einiges zu bieten.

Wir genossen einen Kinofilm im Liegestuhl unter Sternenhimmel, bummelten durch die recht überschaubare Stadt und hatten das Glück, den ersten Sunset Market in diesem Jahr erleben zu können. Überall duftete es aus feinstem Speisungsständen, Künstler zeigten was sie können und natürlich wurde jede menge Kram angeboten...wir schauten uns das schöne Eröffnungsfeuerwerk am Strand an und kauften uns eine Hängematte, die wir hier sicher sehr gut gebrauchen können.

Und schon ging es los zu dem nächsten tollen Highlight des Nordens, dem Litchfield National Park.

Schon auf dem Weg dorthin wurden wir von den wunderschönen Berry Springs überrascht, natürliche Schw

immbecken die mit Mangroven verzierten Flusswegen verbunden sind. Wir schwingten uns auf unsere Luftmatratze und verbrachten eine herrliche Zeit in dem erfrischenden Nass.




Im abwechslungsreichen Litchfield NP sahen wir traumhafte Wasserfälle mit Wasserlöchern zum plantschen, fuhren abenteuerliche Allrad-Tracks und stellten den Waldi auf die Probe und staunten über die gigantischen Termitenhügel! Die Ameisen erweisen sich hier als wahre Meister der Architektur und bauen ihre “Kathedralen” bis zu unglaublichen 8 Meter hoch!

Zum Schluss entdeckten wir noch den unglaublich schönen Robin Falls, mit schwarzem Gestein und kleinem Wasserloch zum baden, den wir ganz für uns alleine hatten.





Das ist sehr angenehm hier im Norden Australiens, überall gibt es wundervolle Seen oder Wasserfälle wo man sich erfrischen und der heißen Sonne kurz entfliehen kann.

Von dort aus ging es dann los in den wild, wild West! Den ganzen Weg schon wurden wir begleitet von lustigen Baobab Bäumen mit riesigen Stämmen und verkrüppelten Ästen. Bei dem Grenzübergang nehmen es die Aussies ziemlich genau, konfiszieren alles Obst und Gemüse und suchen das Auto nach Fröschen und Insekten ab...dafür wurden uns 1 1/2 Stunden geschenkt!




Das Abenteuer geht nun in den Kimberleys und an der Westküste weiter!

Dienstag, 28. April 2009

Ka Ka Kakadu

Servus!

Die recht unterhaltsame Strecke vom Kings Canyon bis nach Alice Sprigs, wo wir auch das Kamel entdeckten, führte durch die wunderschöne Mc Donnald Range, eine rote Bergkette mit traumhaften Schluchten. In einigen dieser eindrucksvollen und steilen Schluchten bilden sich glasklare Wasserpools die zum schwimmen einladen. Eine natürliche Erfrischung die uns sehr gelegen kam...
Wir plantschten genüsslich in dem kühlen nass und um uns herum stiegen die knallroten Felswände empor, einfach super! Wir entdeckten dort auch kleine Fels-Wallabies (eine Arte Kangoroos, die etwas kleiner sind), die im Geröll umher kraxelten, sehr innig!
















In Alice Springs füllten wir dann endlich wieder unsere Vorräte auf( die Zivilisation und damit auch die Supermärkte sind sehr spärlich in dieser Region) und machten uns auf den langen Weg Richtung Top End im Northern Terretory.
Auf dem Weg kamen wir an den Devil´s Marbel vorbei, total verrückte, riesige Felskugeln die in unmöglichen Winkeln aufeinander gestapelt sind. Mal wieder so ein erstaunliches Naturphänomen, mitten im absolut flachen Buschland trifft man plötzlich auf so was!
Wir erreichten die Stadt Katherin, Ausgangspunkt für den größten und wahrscheinlich auch bekanntesten australischen National Park, der Kakatu National Park. Schon den ganzen Weg von Alice wurden wir von Termitenhügeln begleitet, die je nördlicher wir kamen immer größer und größer wurden. Im Kakadu erreichen die schönen Bauten sogar bis zu 4 Meter!!!
Von Ameisen erbaut, das ist wirklich total erstaunlich!















Gleich zu Beginn dieser abenteuerlichen Tour durch das Wetland empfing uns der imposante Gunlom Wasserfall! Dieser ergießt sich in einen wunderschönen See, der umringt von grünen Pflanzen und sogar schwimmbar ist!
Da wir uns noch in der Wet Saison befinden, tummelt sich noch das ein oder andere Krokodil in den endlosen Sümpfen und daher muss man sehr vorsichtig sein in welches Wasser man sich hier begiebt.
Wir erklommen den Wasserfall über einen steilen Pfad und errreichten so die Upper Pools, das war das Paradies! Von diesen warmen Pools aus hatte man einen traumhaften Blick auf die Umgebung.
Die Tropen merkten wir ganz schön heftig da der Kontrast zum Outback einfach Wahnisnn ist. Alles ist auf einmal so grün und überall gibt es Wasser. Zwar ist es auch unglaublich heiß und feucht und tausende Moskitos überfallen uns, aber dafür wird man mit einer überwältigenden Landschaft und Tierwelt belohnt.
Abgerundet wurde unser Aufenthalt mit einem wunderschoenen Sonnenuntergang mit Blick auf die Sumpflandschaften und allen tierischen Bewohnern die sich dort aufhalten.
Man kann schon sagen, dass es ein erhabenes und schoepferisches Gefuehl hatte daran teilgenommen zu haben.
Geniesst einfach die vielen Fotos die wir vom Kakadu NP geschossen haben und ihr werdet verstehen warum man sich den Qualen der Tropen hier aussetzt.



Gruesse aus der Zivilisation namens Darwin,
Juli und Michi
P.S. Warum wurde Klinsi entlassen? (Michi :D )

Sonntag, 19. April 2009

Unendliche Weiten - von der Küste zum Red Centre

Wir sind nun schon 1 Monat unterwegs und wie ihr euch denken könnt, haben wir schon sehr viel erlebt!
Das erste große Abenteuer war das richtige Outback.

Wir haben uns zwar viel durchgelesen und uns sehr gut vorbereitet, aber was uns dort erwartete übertraf all unsere Vorstellungen!
Unsere Route führte von Byron Bay in westlicher Richtung durch grünes und hügeliges Farmland nach Bourke, bis dahin waren die Straßen noch asphaltiert ...
Die Aussies benutzen gern den Ausdruck "Back O Bourke" was das Gebiet nördlich,südlich und westlich von dort betrifft und übersetzt heißt das: "Da wo der Pfeffer wächst" ...
Die letzten Vorbereitungen waren getroffen, Speisung und Wasser für 2 Wochen verstaut und die Räder ausgewechselt- es konnte losgehen ins rote Nirgendwo.
Als erstes wurden wir von einer Schlange am Wegrand begrüßt, Kangaroos schauten uns aus den Büschen neugierig an und die Temperatur stieg auf 50°,Willkommen im Outback!
Die "Straße" wechselte sich von tiefen Sand bis Schotterpiste ab und alle 500 KM kam ein Pub was auch Tankstelle, dürftiger Supermarkt und Polizei in einem war, genau wie man es sich vorstellt.
Die facettenreihe Landschaft begeisterte uns total, wunderschöne Farben soweit das Auge reicht und die Erkenntnis, wie klein doch der Mensch ist.
Das Einzige was wirklich unglaublich nervt sind diese abertausenden und überaus dreisten Fliegen, von denen man von Sonnenauf bis Sonnenuntergang umschwärmt wird.
















Unser erstes Ziel war der Sturt NP, indem wir bestimmt über 100 Kangaroos beobachten konnten, manche waren sogar bis zu 2m groß. Die meisten der innigen Beuteltiere waren genausoneugierig auf uns wie wir auf sie und so konnten wir nette Eindrucke vom alltäglichen Familenleben der Roos sammeln. Es ging weiter auf einem bekannten Outback Track zum Lake Eyre, einem überdimensionalen, ausgetrockneteken Salzsee (der sich nur einmal im Jahrzehnt füllt), um uns nur weiße Sanddünen und Reifenreste am Straßenrand zu sehen. Die Zivilisation erreichte uns erst wieder in Coober Pedy, einem touristischen Dorf das vom Opalabbau lebt am Nord-Süd Highway. Bekant sind die Behausungen der Einwohner, denn diese bauen sich ihre Wohnung unter der Erde um sich vor der Hitze zu schützen.





Von dort fuhren wir Richtung Norden zu dem bekanntesten Highlight Australiens, dem Ayers Rock. Dieser gigantische Monolith schaut wirklich toll aus, beim Sonnenaufgang wurde er in tiefes Rot getaucht und wir wurden Zeugen eines fantastischen Lichtspiels.
Auch die gleich in der Nähe liegenden Olgas, runde Felsformationen, einige größer als der Uluru selbst, waren wunderschön anzuschauen.





Doch muss man schon ehrlich zugeben, dass der Ayers Rock, genauso wie seine bekannten Nachbarn einfach nur riesengroße Steine sind, daher fesselte uns der etwa 200km entfernte Kings Canyon um Einiges mehr.
Dieser besteht eigentlich aus rotem Sand der vor Millionen von Jahren durch Wind und Wasser zu einem traumhaften Sandsteinkrater verformt wurde, es sah aus wie tausende übereinander liegende Schiefertafeln und das Bild lud zu den verrücktesten Fotos ein. Wir wanderten am Kraterrand entlang, die Schlucht war übersäht von sattgrünen Farnpalmen und diese wurden von aalglatten Felswänden umringt, es sah einfach Hammer aus!



















Der Kings Canyon liegt in Aborigine Land und die weiterfrührende Straße war sehr abenteuerlich! Die heftigen Schlaglöcher und der tiefe Sand zwangen uns sehr langsam zu fahren, aber die Piste machte unglaublich viel Spaß und so sahen wir auch umso mehr Tiere. Absolutes Highlight : Wir sahen ein freilebendes Kamel. Ein Kamel! Es lag ganz friedlich am Wegrand, ließ sich von uns absolut nicht stören und lächelte die ganze Zeit symaptisch vor sich hin.
Kurz davor sahen wir einen Dingo, Australiens Wildhunde, und wunderschöne Wildpferde in weiß, braun und schwarz.
Nicht zu vergessen auch ein inniges Roo!



An diesem Tag boten wir einer auf der Strecke liegengebliebenen Familie unsere fachkundige Hilfe beim Radwechseln an und mit vereinten Kräften und mehreren Versuchen schafften wir es sogar und wurden mit einem kühlen Bierchen belohnt.

Wie ihr seht wird es uns hier absolut nicht langweilig und wir hoffen, dass es euch allen gut geht!
Eure Mates

Mittwoch, 1. April 2009

On the road again

Nachdem wir Neuseeland verlassen hatten, verbrachten wir einen sehr entspannten und erholsamen “Urlaub” auf der thailändischen Insel Koh Phan Ghan. Das hatten wir uns nach all den Strapazen der letzten 5 Monate wirklich verdient...;-)

Diese unglaubliche Reise mit so vielen Eindrücken und tollen Erlebnissen fesselte uns so sehr, dass wir schon bald nach unserer Rückkehr über das nächste Abenteuer träumten...
Wir entschieden uns für eine zweite Reise nach Australien, da es auf dieser riesigen Insel noch so viel Unbekanntes gibt und unser Gefühl sagte: Da müssen wir nochmal hin!
Wir freuen uns auf 3 tolle und aufregende Monate mit trostlosem Outback und neugierigen Kangaroos, wunderschönen Stränden und atemberaubender Natur.
Mit unseren Fotos und Berichten möchten wir die Erlebnisse mit euch teilen.

Am Samstag, den 21. März ‘09 ging es mit dem “Riesenvogel” A380 über die Wolken und wir landeten nach einem harten 27 Stunden langen Trip in der altbekannten Stadt Sydney und wir fühlten uns sofort sehr wohl! Das lag nicht nur an den 25 Grad und der strahlenden Sonne in der Früh um 7 sondern auch an den lächelnden Aussies die uns willkommen hießen.
Die ersten drei Nächte verbrachten wir in einem netten Hostel und machten uns sofort auf die Suche nach einem geeigneten Auto für unser Vorhaben. Wir hatten Glück und fanden schon bald einen netten Inder, der uns seinen gut erhaltenen, 4WD Campervan verkaufte.



















Den Vierradantrieb mussten wir natürlich gleich auf die Probe stellen und fuhren in das Surfer-Dörfchen Anna Bay, wo es möglich ist am Strand entlang zu fahren. Wir wurden zwar von allen Seiten recht skeptisch angeschaut, da wir der einzige Camper unter all den Geländewagen waren, doch unser “Aldi” (bitte Oldi auszusprechen) meisterte die Situation perfekt. Das war eine Gaudi und ein lustiges Gefühl auf dem Strand zu fahren. Zu unserer Begeisterung entdeckten wir auch einen innigen Koala in den Eukalyptus Bäumen.
Wir lebten uns schon in der ersten Woche gut ein sind sehr gespannt was noch so alles kommt...















Nun sind wir in Byron Bay angekommen und tanken gerade warme, australische Sonne auf, von der wir die letzten zwei Tage leider nicht sehr viel gesehen haben. Aber dafür viele andere Interessante Dinge. Wir machten einen super Trip durch den New England National Park auf einer sehr kurvigen auf aufregenden “Dirt Road” und sahen eine bildhübsche, sattgrüne Hügellandschaft, viele kunterbunte Papageien und eine Menge Kangaroos in freier Wildbahn. Einem kamen wir sogar ziemlich nahe und konnten ihm beim Speisen beobachten. Wir sind total begeistert von unserem Aldi, der uns auch diesmal ganz gechillt über die schon sehr extreme Straße brachte und der Regen machte die Stimmung dort nur noch mystischer und geheimnisvoller.


Wir werden uns jetzt dann aufs Surfboard schwingen und wünschen euch ganz liebe Grüße von der anderen Seite der Welt!