Machen wir weiter beim Atherton Tableland: unsere Begeisterung hielt sich in Grenzen. Wir haben zwar bestimmt 5 Wasserfaelle pro Tag zu sehen bekommen, aber wie ihr ja wisst haben wir unseren "Paradies-Wasserfall" schon gefunden...;)
Eine Sache muss man aber ganz klar herausheben: Paronella Castle!!!
Mitten im Nichts hat ein Spanier vor langer Zeit seinen Traum erfuellt und sich seine eigene Landschaft kreiert, mit Schloesschen, Liebesbrunnen, Wasserfall, kleinen wunderschoenen Pfaden durch seinen selbst angelegten Dschungel, also mit allem drum und dran. Wir blieben dort Uebernacht und genossen den Charme und die angenehme Aura.
Am naechsten Tag besuchten wir den Billabong Sanctuary, ein ganz naturbelassener Tierpark wo wir riesen Krokodile beim Speisen beobachten konnten. Und jetzt kommts: Juli hatte einen innigen Wombat auf dem Arm!!! Diese Tiere sind unglaublich, sie schauen aus wie ueberdimensionale Meerschweinchen, haben grosse Kulleraugen und sind sehr, sehr schwer. Und vor allem so weich. Damit ihr euch eine Vorstellung machen koennt, hier das Foto:
Wir konnten noch suesse Koalas streicheln und hatten sogar eine Kobra um den Hals. Cassowarries gab es auch, aber die haben wir schon in freier Natur gesehen. Auch etwas ganz besonderes da diese bunten Voegel, die einem Strauss sehr aehneln, leider nur noch sehr selten sind. Sie sind ganz schwarz, haben besonders schoene Federn und der Kopf ist knallrot mit bisschen blau und gruen. Schaut super aus...
Wir machten uns auf den Weg nach Airlie Beach, den Ausgangspunkt fuer die weltweit beruehmten Withsundays Islands. Dort wollten wir einen Segel-Toern mitmachen und uns von den weissen-Sandstraenden begeistern lassen, aber leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Ort ist bekannt fuer die ausgelassene Stimmung und den vielen Partys, die dort jeden Abend steigen. Wir machten uns also einen recht sueffigen Abend und liessen am naechsten Tag die Withsundays hinter uns. Die Preise fuer die Segeltoerns waren astronomisch und wenn dass Wetter auch noch schlecht ist, wollten wir uns das Geld lieber sparen. Schliesslich kommen wir ja noch nach Neuseeland und von dort ist es nicht mehr weit zur Suedsee...
Es ging also weiter nach Rockhampton, dem Beef Capital of Australia. Das heisst, komplett Australien wird von dem Fleisch aus Rockhampton beliefert und wie man sich schon denken kann, ist es eine sehr laendliche Gegend die Bayern recht aehnelt und wir uns naturlich sehr wohl fuehlten...
Wir assen dort unser (ungelogen) besstes Steak unsere Lebens (Rumpsteck in Pepper-Souce..hmmm)!!! Der absolute Hammer war: wir durften im Parkplatz eines abgelegenen Pubs kostenlos mit unserem Camper stehen und an diesen Abend spielte eine Ein-Man-Blues-Band in diesem Pub. Da es wie gesagt recht abgelegen war, fanden wir nur Aussies und eingefleischte Cowboys an und da es ja bekannt ist dass die Australier die besten Bier-trinker der Welt sind, ging es auch dementsprechend zu...;) Alle tanzten (und fielen alle 5 Minuten um) und sangen bis spaet in die Nacht, und wir beide mittendrin! Des war a Gaudi!!!
In unseren Reisefuehrern stand, dass die vorgelagerte Insel Great Keppel Island den beruehmten Withsundys in nichts nachsteht und wohl genauso schoen ist, nur nicht so von Touristen belagert. Daher packten wir unsere 7 Sachen und fuhren mit der Faehre fuer 2 Tage auf die besagte Insel. Und es war genau so wie im Reisefuehrer beschrieben: Kilometer lange Straende, die wir ganz fuer uns allein hatten (verstaendlich wenn man sich vorstellt, dass nur ca. 80 Einwohner auf dieser Insel leben). Wir verbrachten zwei wunderschoene, ruhige Tage und konnten uns kaum vor den Opossums retten, die zu hundertfach auf Great Keppel leben. Fuer die Einwohner eine Plage, fuer uns ein exotisches Exemplar mehr im Tier-Repertoir.
Es ging weiter nach Bundaberg. Hat schon jemand von dem beruehmten Australischen Rum gehoert? In der gleichnamigen Stadt hat die groesste Rum-Destellerie ihren Sitz und versorgt ganz Australien mit dem guten Tropfen. Wie ja die meisten wissen ist Michi ein grosser Rum-Liebhaber und daher war der Besuch mit Rundgang und selbsverstaendlich der Probe ein Muss. Wir waren sehr begeistert von dem aufwaendigen Produktionszyklus und trinken nun noch mehr Rum wie davor...;)Bei Bundaberg gibt es einen Strand, der beruehmt ist als Ei-ablege-Platz der Schildkroeten. Jedes Jahr genau um diese Zeit (also Oktober bist Dezember) kommen die feinen Schildies aus der ganzen Welt und legen dort ihre Eier ab. Wie wir lernten, sind das gar nicht wenig. Die Damen kommen in dieser Zeit ca. 4 mal an diesen Platz und legen unglaubliche 1000 Eier ab! Wir warteten den ganzen Abend mit vielen anderen Besuchern, doch leider waren die Schildies an diesen Abend wohl zu faul...wir sahen keine einzige. Aber dafuer wurden wir mit vielen sehr interessanten Informationen ueberschuettet, zum Beispiel dass das Geschlecht von der Temperatur des Sandes abhaengt. Wenn der Sommer also in einem Jahr etwas kaelter ist, werden tausende, kleine Schlidkroeten-Maenner geboren.
Fraser Island, wir kommen!!!
Unser Ausgangspunkt war Hervey Bay, wo wir uns einer kleinen Guppe von ca. 15 Leuten zu einer Self-Drive-Tour anschlossen. Das bedeutet, wir sind auf uns alleine gestellt, keine nervigen Guides die zu jeden Stein eine Geschichte wissen. Uns wurden 2 (wohlgemerkt PINKE) 4WD Autos zu verfuegung gestellt mit Camping Ausruestung und Zelten. Dann ging es los. In unserer Gruppe waren 3 lustige Ami-Girls, 2 Hollaender, paar Deutsche und 4 Schweizer Jungs, die alle absolute Spasskanonen sind.
Mann muss wissen, die Insel besteht nur aus Sand. Manche behaupten sogar, dort gibt es mehr Sand wie in der Sahara. Die Strassen sind natuerlich auch nur Sand und die Fahrten sind daher unvergesslich. Ein paar Mal sind wir sogar stecken geblieben, aber zum Glueck hatten wir starke Maenner an Bord, die dann anschieben mussten. Aber ganau das machts aus.
Die Fahrten am Strand neber dem Meer ging recht einfach, da der Sand dort recht hart ist und man faehrt wie auf einer normalen Strasse. Aber sobald wir ins Insel-Innere gefahren sind, wurden wir kraeftig durchgeschuettelt.
Wir kamen an traumhafte Seen mit glasklaren Wasser die fuer Abkuehlung sorgten. Da man im Meer nicht baden kann (sonst kommt ein kleiner Hai und beisst einem den Finger ab) waren diese Seen bei uns sehr beliebt!!! Die Meisten wurden von weissen Sand und Duenen umrandet, was natuerlich wunderschoen aussah.
An den Abenden wurde gegrillt, gesungen und Spiele gespielt wie in einem Pfadfinder Lager, super Stimmung!!! Da wir uns mit den Schweizern sehr gut verstanden haben und viel Spass hatten, haben wir und zusammengetan und reisen jetzt eine Weile zusammen mit den ausgeflippten Jungs.
Die Insel war ein einzigartiges Erlebniss und wir sind auch sehr froh, dass wir uns dieser Gruppe anschlossen.
Wir sind jetzt in Brisbane, die groesste Stadt der Sunshine und Gold Coast Aerea. Da es Wochenende ist, ist brutal viel los und die Stadt ist ueberlagert von tausenden jungen Leuten die auf der Suche nach Spass und langen Abenden sind. Wir werden uns der Menge anschliessen...;)
Bittte kuesst den Schnee von uns und baut ein kleinen Schneemann fuer uns beide!!!
Liebe Gruesse und bis bald
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