Montag, 22. Juni 2009

Pfiadi Waldi, Seruvs Australien!

Perth und Umgebung

Die Tage von unserem feinen Auto waren gezählt und wir wollten den Allradantrieb nochmal so richtig auskosten, deshalb erkundeten wir die atemberaubende Peron Penisula.
Wir wurden gleich von den ältesten “Lebewesen” auf dieser Welt begrüßt, von denen wir alle abstammen: Stromatoliten. Sie sind unglaubliche 3,5 MILLIARDEN Jahre alt, wir verdanken ihnen den Sauerstoff und unser Dasein und hier ist der einzige Platz auf der Erde, wo sie noch existieren!
Als nächstes kamen wir zum fasziniereden Shell Beach, dessen traumhafter, weißer Strand nur aus Muscheln bestand, ein reiner Muschelstrand !
Eine wunderschöne Küstenlandschaft zeichnet dieses tolle Fleckchen aus, wir sahen Delphine und sogar Haie im Meer tollen.















Der nördlichste Zipfel dieser Halbinsel beseht nur aus Sand und das war die reinste Gaudi auf den tiefsandigen Pisten zu fahren. An einer ziemlich üblen Stelle blieben wir dann sogar stecken, selbst der Waldi kennt seine Grenzen doch zum Glück waren Fischer in der Nähe die uns wieder rauszogen. Ansonsten schlitterten wir bravourös durch das tiefrote, sandige Gelände und erreichten dadurch herrliche, abgelegene Strände und konnten die lebhafte Unterwasserwelt beobachten














Nach diesem Abenteuer erwartete uns eine malerische und sehr einsame Küste mit schönen Sanddünen und Buchten, einem grünen und hügeligen Hinterland und den abstrakten Pinnacles.
Mal wieder ein beeindruckendes Naturphänomen welches aus Sand, Muscheln und Zeit eine Mondlandschaft mit tausenden Kalksteinformationen bildete. Wir kamen uns vor wie auf einem anderen Planteten, als wir durch dieses unwirkliche Gelände fuhren.




Von dort ging es dann in Richtung Perth, doch davor besichtigten wir noch den kleinen Yanchep National Park der mit seinen Eukalyptusbäumen ein Paradies für Koalas ist.
Wir konnten ihnen beim Speisen und Klettern zuschauen doch wie immer hielten die meisten ein tiefes Schläfchen.



Es vergingen keine 2 Tage und wir hatten unseren geliebten Waldi mit sattem Gewinn an ein sehr freundliches australisches Pärchen verkauft. Wir waren zwar anfangs völlig überfordert mit dem typischen Großstadtleben, doch Perth mit seinen grünen Parks und großen Seen und den bunten Vorstädten wie Fremantle gefiel uns sehr gut. Wir freuten uns sehr über den schnellen Verkauf denn so hatten wir noch 10 Tage die wunderschöne Margaret River Region südlich von Perth zu erkunden.
Da es dort unten mittlerweile empfindlich kalt geworden ist, entschieden wir uns für einen komfortablen und super ausgestatteten Campervan den wir uns für diese Zeit mieteten.
Das Meer ist gar nicht mehr so schön friedlich und vom Riff geschützt wie weiter nördlich und prallt mit voller Wucht auf die zerklüftete Küste. Die massiven, riesigen Wellen sahen in unseren Augen ziemlich angsteinflößend aus, aber die Aussies kennen da nix und rockten mit ihren Surfbrettern die Wellen, sehr beeindruckend. Das Weingebiet um Margaret River hatte es uns hingegen viel mehr angetan ..
Natürlich kosteten wir die Weinproben aus und gaben uns als die absoluten Kenner aus ;)

















Im Hinterland wachsen die beeindruckenden Karri Bäume, die bis zu 100 Meter hoch werden und Stämme haben so groß wie unser Wohnzimmer(wenn ihr´s nicht glaubt, wir haben Beweise!).
Wir spazierten den tollen Tree Top Walk entlang, der in 40 Meter Höhe durch die bäume führt und einen kleinen Eindruck von der Größe der gewaltigen Giganten gibt
In vielen hat schon der blitz eingeschlagen und sind dadurch gespalten so dass man hineinklettern konnte und man kam sich vor wie in einer Höhle.
Durch den Regen den wir hatten, wirkte die Gegend sehr mystisch, wir genossen die gute Luft und sahen hunderte von innigen Kangaroos.























Für den letzten Tag unserer Reise dachten wir uns etwas Besonderes aus und schlossen uns einer Waltour an. Unser kleiner Katamaran arbeitete sich durch die raue See, das Wasser peitschte uns ins Gesicht, aber dafür sahen wir die größten Säugetiere dieser Welt aus nächster Nähe und uns wurde mit einer überdimensionalen Schwanzflosse zugewunken.


Eine spannende, überwältigende und extreme Reise geht zu Ende in einem Land das fast menschenleer, aber doch sehr menschlich ist.

The End

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