Freitag, 18. Januar 2008

Fiordland und Pinguine, Straende und schneebedeckte Gipfel

Kia Ora!

Die Endeckungstour des Landes der Kontraste geht weiter...

Te Anau ist Ausgangsbasis aller Ausfluege und Aktivitaeten im Fiordland, unter anderem startete dort ein weiterer Great Walk, der Kepler Track.
Diese lange und anspruchsvolle Wanderung ging ueber 3 Tage und da die beliebte Tour zu dieser Jahreszeit sehr frequentiert ist, hatten wir zwei Huetten auf dem Weg reserviert. Da wir uns fuer 3 Tage mit Lebensmitteln ausstatten mussten waren die Rucksaecke dementsprechend schwer...
Der Wanderweg wand sich die ersten sehr anstrengenden Stunden steil den Berg hinauf und als wir die Baumgrenzte ueberschritten erfreuten wir uns atemlos ueber unseren ersten Blick auf einen richtige Fiord! Die bewaldeten Berghaenge fielen senkrecht in den blauen See ab, welcher sich schier unendlich in das Gebirge schlaengelte.
In der griabigen Luxmore Hut lernten wir zwei weitere Bayern auf
Endeckungstour kennen und die zwei frischten unsere
Schafkopfkenntnisse wieder auf...;)
Da wir uns recht gut verstanden schlossen wir uns fuer die naechsten Tage zusammen und erlebten zusammen die grossartige Bergwelt Neuseelands. Am fruehen morgen des naechsten Tages holten wir unsere Taschenlampen heraus und erkundeten die 500 Meter von der Huett'n entfernte Tropfsteinhoehle. Das war das reinste Abenteuer! Wir kraxelten ganz tief in die stockdunkle Hoehle und bestaunten die irren Kalkformationen, die sich im laufe der letzten tausend Jahre gebildet hatten.
Bei der beeindruckenden Expedition sahen wir sogar richtige Kalksaeulen.

Anschliessend starteten wir den zweiten Part der Wanderung, der ueber den Mount Luxmore und ueber zwei Bergkaemme mit traumhafter Aussicht bis zur naechsten Huette fuehrte.
Das Wetter war spitzenklasse, Sonnenschein und strahlend, blauer Himmel ohne einer einzigen Wolke und bei einer deftigen Brotzeit am 1471 m hohen Gipfel konnten wir kilometerweit ueber die verschneiten Wipfel sehn.






Die zweite Huette lag in einem abschaeulichen Sandfliegennest, was den Abend leider etwas verkuezte da wir uns recht bald ins Bett fluechteten.
Der dritte Tag war dann eigentlich nur Abstieg und der Weg zurueck zum Auto zog sich natuerlich ewig!

Wir verbrachten einen weiteren unterhaltsamen Abend mit den zwei Bayern Andi und Chris mit Schafkopfgaudi und Wettkochen von Bolognesesauce...


Von Te Anau fuehrte die Strasse weiter bis zum sagenhaften Milford Sound. Wir starteten bei schoenstem Wetter, was aber zunehmends schlechter wurde und ziemlich bald schuettete es wie aus Kuebeln, was aber in dieser Gegend wohl voellig normal ist. Die dichten, tiefhaengenden Nebelwolken verliehen den immer steiler werdenden Bergen eine mystische Stimmung und von ueberall kamen reissende Wasserfaelle rausgeschossen. Die papageiaehnlichen Kea Voegel fuehlen sich bei dem Wetter grad wohl und bei einer kurzen Pause am Wegrand stiessen wir auf
gleich zwei der seltenen Exemplare.












Die Strasse endete in Milford, was ansich nur aus einem Flughafen, wo alle Scenic Flights starten und einem Hafen, wo alle Scenic Schiffe ablegen. Wir machten eine Schiffstour mit einem recht kleinen Boot mit, was eine sehr gute Entscheidung war. So kamen wir ganz nah an die bis zu 2000 Meter hohen Fiordhaenge heran und unser Kapitaen steuerte sogar die beeindruckenden Wasserfaelle an, damit auch der letzte Passagier tropfnass wurde! Die wahnsinns Tour fuehrte durch den kompletten Fiord bis zur offenen, tasmanischen See wo unser Boot schon sehr bedenklich schwankte! Bei der Rueckfahrt sahen wir dann noch innige Robben auf den Felsen faullenzen, einfach super!


















Am naechsten Tag fuhren wir ein gewaltiges Stueck bis zur Studentenstadt Dunedin, wo wir den verregneten Abend mit einem Kinobesuch ausbesserten. Vor Dunedin liegt die tierreiche Halbinsel Otago Penesula, wo uns riesige Seeloewen am naechsten Tag ein paar lustige und aufregende Stunden bescherten. Wir kamen ganz nah an die fetten Saeugetiere ran, welche entweder faul am Strand lagen und sich mit ihren Flossen mit Sand beworfen oder sich gegenseitig im Meer bekriegten. Wir hofften noch ein Blick auf einen fliegenden Albatrosse zu erhaschen, der weltweit nur an dieser Kueste nestet, was aber leider nicht klappte.
Dafuer sahen wir am naechsten Tag feinste und innigste Pinguine in freier Natur!!!
Wir endeckten die kleinen Gelbaugenpinguine, als sie aus dem Meer kamen um ihre Jungen zu fuettern. Man glaubt es kaum, aber die flinken Pinguine kletterten ohne Probleme einen ziemlichen steilen Hang hinauf und trafen dort auf ihre Jungen. Die noch ganz farblosen, plueschigen Jungen koennen noch nicht aelter als 5 Monate gewesen sein! Wir konnten es kaum glauben was sich da vor unseren Augen abspielte!




























Neuseeland hat unglaublich (zu)viel zu bieten, wir
kommen gar nicht nach unsere Eindruecke zu verarbeiten!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo Juli, hallo Michi,
danke für die tollen beschreibungen eurer reise. hautnah und gut berichtet kann man so manches miterleben und mitfühlen. nächste woche geh ich selbst auf große reise; südamerika ist jetzt angesagt, bis nach feuerland. dann rauf nach monte video und tango festival in buenos aires. i gfrei mi scho. alles gute für euch weiterhin. und kummts gsund wieder. heidi