Hola und Servus ihr Lieben!
Juli und Michi sind back on the road.
Auf dieser dreimonatigen Reise erkundigen wir ein für uns völlig unbekanntes Fleckchen Erde: Südamerika!
Natürlich haben wir schon viel gehört und gelesen, es war schon lange unser Ziel und jetzt endlich können wir uns mit den eigenen Augen ein Bild von diesen interessanten Ländern machen. Wir beginnen mit Chile, einem 5000 Kilometer langen Land mit so gut wie allen Naturphänomenen, die man sich nur vorstellen kann: Wüste mit Bergen an die 7000er im Norden, Vulkane, Seen und wilde Flüsse in der Mitte und das wilde Patagonien mit Gletschern und Fjorden im Süden, immer begleitet vom tosenden Meer.
In der Hauptstadt Santiago de Chile waren wir erstmals überwältigt von der brutalen Hitze, gerade erst nach Hüttn und Snowboardgaudi in Osttirol und plötzlich über 30° Grad im Schatten, das ist schon ein gewaltiger Unterschied. Und bei der Autosuche sind wir sogleich auf die nächste Hürde gestoßen, die spanische Sprache. Obwohl wir die Grundkenntnisse gelernt hatten, verstanden wir kein einziges Wort, was die Kaufangelegenheit um Einiges erschwerte. Denn hier gibt es, gegen unsere Erwartungen sehr viel Bürokratie, sodass wir uns, nachdem wir uns für einen guten Allrad-Jeep Ford Explorer entschieden hatten, im Notariat und diversen Ämtern wiederfanden.Dass wir trotz Hand – und Fuß Verständigung letztendlich doch mit gültigen Papieren, Steuernummer und eigenem Auto da standen, hat uns ziemlich gefreut. Nachdem wir dann auch noch mit Hilfe von Baumärkten und Baustoffhandeln unser Bett bauten und den Jeep somit zu einem fahrenden Untersitz machten, hielt uns nichts mehr in Santiago und ab ging es in die Wildnis. Zum großen Danke fühlen wir uns der Familie Olivares verpflichtet, die uns mit unterhaltsamen Abenden, guten Tipps und vor allem mit der Benutzung ihrer Werkstatt um einiges weitergeholfen hatten.
Die Wildnis und Abgeschiedenheit war nicht schwer zu finden, recht bald südlich von Santiago erreichten wir den Los Cipreses NP wo wir uns ein wenig mit unserem neuen Weggefährten, sein Name ist übrigens Rodolfo bekannt machen konnten. Auch nicht so einfach für einen fast 2m großen Michi, der mit einem 1,60m langen Bett auskommen muss. Wir wurden dort mit schönen Flusslandschaften und atemberaubenden Sternennächten begrüßt, aber die Spuren der Menschen ließen uns noch weiter in die Bergregion ziehen. Wir folgten dem Rio BioBio, früher einer heiß umkämpften Region zwischen Spaniern und Indianern, wo die Indianer nach langer Zeit des Widerstandes dann doch den Vorzügen des Alkohols nachgaben und die Weißen somit die Natur mit Staudämmen mit Staudämmen verschandeln konnten. Trotzdem eine wunderschöne Gegend die zum Einleben einlud und die wieder getankte Energie konnten wir auch gut brauchen, denn die weitere Streckenführung war mehr als schwierig. Unter höchsten Anstrengungen durch Bäche, über brutale Steigungen mit Stock und Stein und tiefe Sandpassagen erreichten wir eine traumhafte Lagune umrahmt von Vulkanen und den hier ansässigen Araukarien Bäumen, eine sehr stachelige Angelegenheit. Die Ausblicke erinnerten an eine Filmkulisse und ließen die schwierige Anfahrt zur Nichtigkeit werden. Allerdings waren wir hier nicht allein, die allgemeine Ferienzeit über 3 Monate lässt auch den jungen chilenischen Studenten die Zeit, mit Zelt und via Mitfahrgelegenheit die Schönheiten ihres Landes auszukundschaften. Und so fanden wir uns kurze Zeit später Mate Tee trinkend in den feiernden Gruppen wieder, wo wir mal wieder nur einen Bruchteil der Unterhaltung folgen konnten. Die Suche nach Ruhe und Abgeschiedenheit ließ uns also bald weiterziehen immer dem BioBio aufwärts, obwohl eine alte Dame im hiesigen Tante-Emma-Laden uns warnte , “El camino es supermal" also sozusagen brutal schlecht. Wir folgten dem Tipp der Dame und fragten weiter flussaufwärts die ansässigen Carabinieros. Als die meinten “Passt schon und alles bueno” ging es weiter und die Schotterpiste wurde immer schlimmer. Plötzlich standen wir am Rande des großen Flusses BioBio und sahen auf der anderen Flußseite die weiterführende Piste. Also Augen zu und durch, der Rodolfo ist echt der Knaller. Bis zu Hälfte war das Auto im Fluss verschwunden, aber zum Glück: “ Sin Problemo”. Doch danach ging es erste richtig los, querfeldein über Weidegrund von Kühen und Ziegen, durch Flüße und Bäche, sandige und vermatschte Stellen und vor allem die steiler Passagen mit extrem spitzen Steinen machten uns Sorgen. Schweißgebadet landeten wir plötzlich vor einem verschlossenen Tor: Vielen Dank auch Carabinieros! Nach obligatorischem Wegezoll ging es dann doch weiter, die Strecke führte nochmal über einen schier unüberwindbaren Pass, wo dem Rodolfo auch richtig heiß wurde, dann war es geschafft! Das Abenteuer ließ nicht lange auf sich warten!
Doch die Ruhe ließ weiter auf sich warten, denn auf dem provisorischem Campingplatz, den wir fanden, waren wir die absolute Attraktion und wurden dementsprechend zu Bier und selbstgemachten Empanadas ( mit Fleisch gefüllte Teigtaschen), nicht zu vergessen dem Mate-Tee bis tief in die Nacht eingeladen und versorgt. Anschließend ging es dann in den Tolhuaca NP, wo wir ein geniales Traumplatzerl direkt am Fluss fanden und dort erstmal unser Lager für die nächsten Nächte aufbauten. Es folgten wunderbar entspannte Stunden am Lagerfeuer und beim Baden und auch eine tolle und anspruchsvolle Wanderung mit krassen Ausblicken auf Vulkane und die nach heftigen Waldbränden wieder grüne Landschaft. Sehr beeindruckend!
Das Klima in den Bergen war nun um einiges angenehmer und als wir in die große Seenregion um Osorno und Puerto Montt kamen, erwischte uns sogar der Regen und die Nächte wurden bitterkalt. So extrem unterschiedlich ist es also hier, gut dass wir uns unsere Winterjacken mitnahmen, obwohl wir uns in Santiago ziemlich affig damit vorkamen. Je weiter südlich wir kommen wird die Vegetation auch dschungelhafter und wunderschöner Farn und Bambusgewächse wachsen an steilen Hängen. Überall sieht man Wasserfälle und Sprühnebel sehr mythisch und fantastisch.
Es schreit hier nur so nach Abenteuer und wir sind bereit und gespannt, was uns noch so alles erwartet.
Juli und Michi sind back on the road.
Auf dieser dreimonatigen Reise erkundigen wir ein für uns völlig unbekanntes Fleckchen Erde: Südamerika!
Natürlich haben wir schon viel gehört und gelesen, es war schon lange unser Ziel und jetzt endlich können wir uns mit den eigenen Augen ein Bild von diesen interessanten Ländern machen. Wir beginnen mit Chile, einem 5000 Kilometer langen Land mit so gut wie allen Naturphänomenen, die man sich nur vorstellen kann: Wüste mit Bergen an die 7000er im Norden, Vulkane, Seen und wilde Flüsse in der Mitte und das wilde Patagonien mit Gletschern und Fjorden im Süden, immer begleitet vom tosenden Meer.
In der Hauptstadt Santiago de Chile waren wir erstmals überwältigt von der brutalen Hitze, gerade erst nach Hüttn und Snowboardgaudi in Osttirol und plötzlich über 30° Grad im Schatten, das ist schon ein gewaltiger Unterschied. Und bei der Autosuche sind wir sogleich auf die nächste Hürde gestoßen, die spanische Sprache. Obwohl wir die Grundkenntnisse gelernt hatten, verstanden wir kein einziges Wort, was die Kaufangelegenheit um Einiges erschwerte. Denn hier gibt es, gegen unsere Erwartungen sehr viel Bürokratie, sodass wir uns, nachdem wir uns für einen guten Allrad-Jeep Ford Explorer entschieden hatten, im Notariat und diversen Ämtern wiederfanden.Dass wir trotz Hand – und Fuß Verständigung letztendlich doch mit gültigen Papieren, Steuernummer und eigenem Auto da standen, hat uns ziemlich gefreut. Nachdem wir dann auch noch mit Hilfe von Baumärkten und Baustoffhandeln unser Bett bauten und den Jeep somit zu einem fahrenden Untersitz machten, hielt uns nichts mehr in Santiago und ab ging es in die Wildnis. Zum großen Danke fühlen wir uns der Familie Olivares verpflichtet, die uns mit unterhaltsamen Abenden, guten Tipps und vor allem mit der Benutzung ihrer Werkstatt um einiges weitergeholfen hatten.
Die Wildnis und Abgeschiedenheit war nicht schwer zu finden, recht bald südlich von Santiago erreichten wir den Los Cipreses NP wo wir uns ein wenig mit unserem neuen Weggefährten, sein Name ist übrigens Rodolfo bekannt machen konnten. Auch nicht so einfach für einen fast 2m großen Michi, der mit einem 1,60m langen Bett auskommen muss. Wir wurden dort mit schönen Flusslandschaften und atemberaubenden Sternennächten begrüßt, aber die Spuren der Menschen ließen uns noch weiter in die Bergregion ziehen. Wir folgten dem Rio BioBio, früher einer heiß umkämpften Region zwischen Spaniern und Indianern, wo die Indianer nach langer Zeit des Widerstandes dann doch den Vorzügen des Alkohols nachgaben und die Weißen somit die Natur mit Staudämmen mit Staudämmen verschandeln konnten. Trotzdem eine wunderschöne Gegend die zum Einleben einlud und die wieder getankte Energie konnten wir auch gut brauchen, denn die weitere Streckenführung war mehr als schwierig. Unter höchsten Anstrengungen durch Bäche, über brutale Steigungen mit Stock und Stein und tiefe Sandpassagen erreichten wir eine traumhafte Lagune umrahmt von Vulkanen und den hier ansässigen Araukarien Bäumen, eine sehr stachelige Angelegenheit. Die Ausblicke erinnerten an eine Filmkulisse und ließen die schwierige Anfahrt zur Nichtigkeit werden. Allerdings waren wir hier nicht allein, die allgemeine Ferienzeit über 3 Monate lässt auch den jungen chilenischen Studenten die Zeit, mit Zelt und via Mitfahrgelegenheit die Schönheiten ihres Landes auszukundschaften. Und so fanden wir uns kurze Zeit später Mate Tee trinkend in den feiernden Gruppen wieder, wo wir mal wieder nur einen Bruchteil der Unterhaltung folgen konnten. Die Suche nach Ruhe und Abgeschiedenheit ließ uns also bald weiterziehen immer dem BioBio aufwärts, obwohl eine alte Dame im hiesigen Tante-Emma-Laden uns warnte , “El camino es supermal" also sozusagen brutal schlecht. Wir folgten dem Tipp der Dame und fragten weiter flussaufwärts die ansässigen Carabinieros. Als die meinten “Passt schon und alles bueno” ging es weiter und die Schotterpiste wurde immer schlimmer. Plötzlich standen wir am Rande des großen Flusses BioBio und sahen auf der anderen Flußseite die weiterführende Piste. Also Augen zu und durch, der Rodolfo ist echt der Knaller. Bis zu Hälfte war das Auto im Fluss verschwunden, aber zum Glück: “ Sin Problemo”. Doch danach ging es erste richtig los, querfeldein über Weidegrund von Kühen und Ziegen, durch Flüße und Bäche, sandige und vermatschte Stellen und vor allem die steiler Passagen mit extrem spitzen Steinen machten uns Sorgen. Schweißgebadet landeten wir plötzlich vor einem verschlossenen Tor: Vielen Dank auch Carabinieros! Nach obligatorischem Wegezoll ging es dann doch weiter, die Strecke führte nochmal über einen schier unüberwindbaren Pass, wo dem Rodolfo auch richtig heiß wurde, dann war es geschafft! Das Abenteuer ließ nicht lange auf sich warten!
Doch die Ruhe ließ weiter auf sich warten, denn auf dem provisorischem Campingplatz, den wir fanden, waren wir die absolute Attraktion und wurden dementsprechend zu Bier und selbstgemachten Empanadas ( mit Fleisch gefüllte Teigtaschen), nicht zu vergessen dem Mate-Tee bis tief in die Nacht eingeladen und versorgt. Anschließend ging es dann in den Tolhuaca NP, wo wir ein geniales Traumplatzerl direkt am Fluss fanden und dort erstmal unser Lager für die nächsten Nächte aufbauten. Es folgten wunderbar entspannte Stunden am Lagerfeuer und beim Baden und auch eine tolle und anspruchsvolle Wanderung mit krassen Ausblicken auf Vulkane und die nach heftigen Waldbränden wieder grüne Landschaft. Sehr beeindruckend!
Das Klima in den Bergen war nun um einiges angenehmer und als wir in die große Seenregion um Osorno und Puerto Montt kamen, erwischte uns sogar der Regen und die Nächte wurden bitterkalt. So extrem unterschiedlich ist es also hier, gut dass wir uns unsere Winterjacken mitnahmen, obwohl wir uns in Santiago ziemlich affig damit vorkamen. Je weiter südlich wir kommen wird die Vegetation auch dschungelhafter und wunderschöner Farn und Bambusgewächse wachsen an steilen Hängen. Überall sieht man Wasserfälle und Sprühnebel sehr mythisch und fantastisch.
Es schreit hier nur so nach Abenteuer und wir sind bereit und gespannt, was uns noch so alles erwartet.
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