Donnerstag, 28. Februar 2008

Auf gehts zu den Schlitzaugen...


Ein letztes Mal >Kia Ora< !!!





Die Zeit auf den Cook Islands war einfach wunderschoen, doch alles hat ein Ende nur die Wurscht hat zwei und so flogen wir am 10. Februar zurueck nach Neuseeland in den Alltag...;)

Wir liessen Auckland recht bald hinter uns und machten uns auf den Weg, die Nordinsel mit ihren Vulkanen, heissen Quellen und tollen Surfstraenden zu erkunden.



Zuerst fuehrte unser Weg zu Coromandel Peninsula, eine von Felsen zerklueftete Halbinsel mit uralten Pohutukawa Baeumen, unberuehrter Landschaft und verblueffenden Naturspektakeln...
Wir schickten unseren armen Van durch holprige und sehr kurvige Strassen zu der beeindruckenden Cathedral Cove, ein von Jahrhunderten durch das Meer geformtes Sandstein-Gebilde, das auch als Kirchentor gedeutet werden kann.



Die "gravel-road" schlaengelte sich tiefer in die huegelige Landschaft und endete in einem malerischen Fischerdorf, dessen Attraktion wie ein Magnet auf Touristen wirkt.
Wir hoerten es schon von vielen Travellern auf dieser Reise, glaubten es aber nie wirklich und als wir an dem beruehmten Strand ankamen, konnten wir unseren Augen nicht trauen: hunderte von Menschen, jung und alt, tuemmelten sich liegend, kriechend und lachend im Badeanzug (es war ziemlich kalt derzeit) und mit Schaufeln ausgestattet im Sand und gruben Loecher, aus denen heisses Wasser brodelte!
Es entstanden richtige Beckensysteme mit unterschiedlichen Temperatuern wo fuer jeden etwas dabei war. Wir legten uns ganz faul in ein schon gemachtes Nest und bauten unser Becken noch weiter nach unseren Vorstellungen aus. Hin und wieder mussten wir uns im Meer abkuehlen, wenn zuviel von dem kochend heissen Wasser in unser Becken lief, einfach unglaublich.

Nach diesem Ereigniss waren wir voellig begeistert von den heissen Quellen, die auf der kompletten Nordinseln verteilt sprudeln, und planten unsere weitere Route nach diesen einzigartigen Hot-Water-Stellen, was uns in die Maori Hochburg Rotorua fuehrte.
Diese thermisch aktive Gegend wurde schon sehr frueh von Maoris besiedelt, die das heisse Wasser zum kochen nutzen (in den Maori-Doerfern sogar heute noch!) und Ihre Haeser auf dem warmen Boden bauten, zum Schutz gegen die Kaelte des Winters.
Daher konnte sich die Kultur der Einheimischen sehr gut erhalten uns gilt heute als Touristen-Attraktion Nummer 1.
Wir sahen uns eines der Maori Villages an, lernten wie Voegel und sonstiges Getier in dem heissen Dampf geduenstet werden und durftem einem Haka beiwohnen, dem angsteinfloessenden Kriegstanz der kraeftigen Maenner. Unbedingt anschaun...

Das Wetter war ziemlich kalt und regnerisch, daher kamen uns die Quellen sehr gelegen...
Natuerlich wurden in der ganzen Stadt, die von ekligem und faulen Eier-Gestank ueberlagert wurde, Badeanstalten angeboten, wir machten uns aber auf die Suche nach einer Quelle in der freien Natur und fanden ein weiteres Spektakel, was den Hot-Water-Beach fast noch uebertrumpfte!!!
Ein goettlich warmer Bach schlaengelte sich einige Kilometer entfernt durch den Busch mit Wasserfaellen und grossen Becken, in denen man herrlich baden konnte.




Auch bei den Maoris war die geheime Stelle bekannt und so erlebten wir einen recht familiaeren Nachmittag.

Doch ploetzlich aenderte sich unsere Stimmung schlagartig, denn als wir zu unserem Auto zurueck kehrten, fanden wir es leer und mit aufgebrochenen Tueren vor....
Unsere Paesse, unser Bargeld, Juli's komlette Kleidung, MP3...einfach alles weg!!!

Die Polizei konnte uns natuerlich auch nicht weiter helfen und damit war fuer uns die Reise in Neuseeland beendet. Die Stimmung war auf dem Nullpunkt und wir fuhren (zum Glueck war das Auto noch da:-) sofort zurueck nach Auckland, um unser Baby, das einzig wertvolle was wir noch besassen, zu verkaufen und um uns neue Paesse zu besorgen.


Die Pechstraehne hielt zum Glueck nicht lange an, denn wir verkauften unseren "Kumpel" fuer den gleichen Preis den wir zahlten an ein tschechisches Paerchen gleich am naechsten Tag.

In dieser unerwarteten Zeitluecke bis zum Abflug nach Singapur mieteten wir uns "Senior", einen sehr gemaechlichen Kleinwagen, und konnten dadurch noch den spektakulaeren Vulkan im Zentrum der Insel erkunden und den Eindruck Neuseelands wieder etwas aufpaeppeln.

Wir besuchten weitere feine heisse Quellen, erkundeten ein riesiges Hoehlenlayrinth, dessen Decken durch tausende Gluehwuermchen erhellt wurde und sahen endlich das scheue Nationaltier, den Kiwi. Da der fluegellose, blinde und innige Kiwi nur bei Nacht aktiv wird, konnten wir leider keine Fotos machen, aber hier eine Nachbildung in Gross, damit ihr euch ein Bild machen koennt:


Wir kamen auch an einen tollen Surfstrand vorbei, wo Juli endlich wieder auf den Wellen reiten konnte und sich Michi auf ein Boogieboard schwang.




Der Weg zu dem Vulkangebiet fuehrte am schoenen Taupo vorbei, Neuseelands groesster See, und dessen gleichnamige Stadt hatte einiges zu bieten. Wir sahen den maechtigen Huka Wasserfall, der wohl beeindruckendste in NZ und die ueberirdisch anmutenden " Craters of the moon", ein weiteres Thermalgebiet mit rauchenden und dampfenden Kratern, kochenden Schlammtuempeln und richtigen Geysieren.




Das Wetter klarte endlich auf, die Sonne schien wieder so kraeftig wie wir es kannten und die unglaubliche Wanderung um den Tongariro Vulkan konnte beginnen!
Der brutal ueberfuellte Wanderweg (es warteten wohl ein paar mehr auf gutes Wetter) kletterte bis zur Spitze des noch immer aktiven Vulkans und wir wurden mit grandiosen Blicken auf tuerkiese Seen, rote Krater und die umliegenden Vulkane belohnt. Nun koennen wir uns sehr gut vorstellen, warum Peter Jackson genau diesen Berg fuer Mordor und seinen speienden Feuerberg auswaehlte...es fehlte nur noch Frodo mit seinem Ring!






Das Land der Kiwis ist wunderbar,
das sehen wir nun deutlich und klar.
Wir kommen ganz bestimmt zurueck,
mit mehr Geld und noch mehr Glueck...;-)

Montag, 11. Februar 2008

Inselparadies Cook Islands




Kia Orana!!!




Unser Suedsee-traum ist wahrgeworden. Die letzten 10 Tage genossen wir
weisse Sandstraende, Palmen und bunte Blumen,
Hueftschwuenge von beschmueckten Inselbewohnern und feine Kokosnuesse im Liegestuehl.
Wir flogen mit Air New Zealand am 31.01. nach Rarotonga, der Hauptinsel Cook Islands und kamen am 30.01. um die gleiche Zeit an...uns wurde durch die Zeitverschiebung ein ganzer Tag geschenkt!








Wir fanden vor Ort den perfekten Bungalow in direkter Strandlage und da die Kia-Orana-Anlage so versteckt lag, hatten wir den schneeweissen Strand und die schattenspendenden Palmen inklusieve Kokosnuesse fuer uns allein.

Juli absolvierte den "schwierigen" Fuehrerscheintest fuers Motorrad, der aus einmal um den Block fahren bestand, und ist nun stolzer Besitzer eines Cook Island Fuehrerscheins. Damit konnten wir uns dann einen Flitzer ausleihen und
die Insel auf eigener Faust erkunden.
Wir endeckten wunderschoene Sandbuchten mit glasklarem Meer, einen Wasserfall im Inland welcher als "Vergnuegungspark" fuer die Einheimischen galt und konnten uns umsonst mit frischen Bananen, Mangos und Passionsfruechten von den Baeumen eindecken.

An einem Abend wohnten wir einer fantastischen Island-Night bei, bei der die blumengeschmueckten Einheimischen ihr Bestes gaben.
Die Maenner liessen ihre Muskeln spielen und fuehrten ihre nur vor Kraft strotzenden Kriegestaenze vor. Die Frauen waren natuerlich fuer das Exotische und Verfuehrerische zustaendig...







Am Freitag Abend ist auf Rarotonga feiern angesagt, da das der einzige Abend ist wo die Kneipen und Bars(es gibt 3) bis um 2 Uhr Nachts aufhaben.
Das liessen wir uns nicht entgehen und genossen einen lustigen Abend in Gesellschaft von tanzenden und lachenden Einheimischen in einer Open-Air-Bar.

Da die Cook Insulaner ein sehr glaeubiges Volk sind und mehr Kirchen als Haeuser auf Rarotonga stehen, war der Gottesdienst am Sonntagmorgen Pflicht.
Die Lieder wurden froehlich und gelassen in Englisch und Maori gesungen, alle nahmen sich bei den Haenden und die Stimmung war wirklich einzigartig.
Juli waren die Traenen nahe und wir beide sangen natuerlich kraeftig mit!!!

Ueber Juli's 21. Geburtstag flogen wir mit der Air Rarotonga, einer sehr wackeligen Proppelermaschine, auf die unberuehrte Insel Aitutaki, um dem Inselparadies noch ein Stueck naeher zu kommen.
Dort wartete ein traumhafter Stohbungalow auf uns, auch mit direkter Strandlage und tollem Blick auf das tuerkiese Meer. So ein unglaublich klares und farbenfrohes Wasser gibt es nur hier auf diesem wunderschoenen Plaetzchen dieser Erde.



Wir erlebten eine Lagoon-Cruise mit einem Holzboot und sehr netter Crew, die uns zu schoenen Schnorchelplaetzen und zur One-Foot-Island schipperte, wo es ein exotisches Fischbarbeque gab. Auf einen Tipp hin, nahmen wir unsere Paesse mit auf den Trip und das hat sich gelohnt! Das einzige Gebaeude auf der unbewohnten Insel war eine Post, die uns tatsaechlich eine Stempel in unseren Pass druckte! Ein perfektes Souvenier!





Wir leihten uns auch zwei Kanu's aus und gingen selbt auf Endeckungstour. Wir fanden eine kleine Insel mit ca. 10 Palmen und wunderschoenen Strand, die wir dann als unser Eigen nannten. Wir knackten uns eine Kokosnuss(das wurde uns schon von Einheimischen beigebracht, als sie sahen wie wir uns anstellten bei unserer ersten Nuss...) und fuehlten uns ein bisschen wie Robinson Crusoe.


Die Zeit ging wie immer unglaublich schnell vorbei, doch die Erinnerung wird uns auf Ewig bleiben!




Dienstag, 29. Januar 2008

Mt Cook, guter Wein und traumhafte Straende...

Gruess euch liebe Leute,


schon wieder vergingen zwei abwechslungsreiche
und unterhaltsame Wochen im wunderschoenen Neuseeland! Die Zeit verging fuer uns wie im Flug und 5 Wochen fuer die Suedinsel waren definitiv zu kurz! Wir befinden uns nun schon in Auckland, die groesste Stadt der Nordinsel.
Die 3-stuendige Faehrfahrt von einer Insel zur anderen bot fantastische Blicke auf die Marlobourgh Sounds da die Faehre mitten durch das
Fiordland fuhr.
Doch alles der Reihe nach...

Nach dem Meeting mit den Pinguinen erlebten wir ein voelliges Kontrastprogramm. Wir wandten uns von der Kueste ab und fuhren ins Landesinnere, zum groessten Berg Neuseelands. Die Strasse zog sich lange durch huegelige Mondlandschaft waehrend die Berge immer hoeher wurden. Zuerst besichtigten wir ueber einen kurzen Track den Tasman Gletscher See. Zwei riesige Gletscher flossen in einem grossen von Eisschollen uebersaehten See zusammen. Das Staunen wurde noch um einiges groesser als wir tiefer in die Schlucht hineinfuhren und der 3.700 Mount Cook in der Kulisse auftrat. Wir erkannten den schneebedeckten Gipfel sofort, es sah fast so aus als ob der Mount Cook mit Absicht auffallen moechte. Steil ragt er aus dem grossen Bergmassiv heraus und wir kamen zur perfekten Tageszeit an, denn die komplette Suedseite war in tiefem Rot getunkt. Wir schossen tolle Fotos und genossen die friedliche Stimmung mit einem Glaeschen Wein!



















Am naechsten Tag unternahmen wir eine Wanderung in das Hooker Valley und kamen so dem ueberwaeltigenden Berg nochmal naeher, das Ziel war ein weiterer Gletschersee der von allen Seiten gespeist wurde.

Von dort fuehrte unsere Route dann ueber Christchurch zu dem Oertchen Kaikoura, das fuehr Walewatching bekannt ist. Wale sahen wir zwar leider nicht, aber dafuer Herden von Seeloewen und Robben an der zerkluefteten Kueste, unter anderem auch die Groesste ganz Neuseelands. Tausende von den innigen, fetten Tieren tuemmelten sich dort und genossen das schoene Wetter.





Somit war die Ostkueste abgeschlossen und das Marlborough Gebiet im Norden begann, beruehmte Weinregion fuer koestlichen Chardonney und Sauvinon Blanc und wunderschoene Fiordlandschaft. Wir besuchten drei Weingueter und probierten uns ganz einfrig durch alle Sorten, was sehr lustig endete...

Nachdem wir einer abenteuerlichen und sehr kurvenreichen Strasse durch einen Fiord gefolgt waren und an einer schoenen Bucht eine einsame Nacht verbrachten, fuhren wir nach Marahau, dem Basisoertchen fuer alle Kajaktouren in den beruehmten Abel Tasman National Park.
Wir versuchten uns auch als Kajakfahrer und gaben bestimmt ein lustiges Bild ab. Juli vorn, verbissenes und entnervtes Gesicht und Michi eingequetscht und verzweifelt hinten. Wir muehten uns ab und waren so unglaublich froh, wieder festen Boden unter den Fuessen zu haben. Wir liessen unser Kajak wieder abholen und beschlossen den Coast Track zu Fuss weiter zu wandern...
Das Meer entlang der Kueste hatte eine unglaublich intensive Farbe und wir fanden einige weisse und einsame Sandstrandbuchten fuer uns allein. Wir uebernachteten in zwei Huetten die beide in einer schoenen Lage am Meer lagen. In dieser Gegend sind die Gezeiten sehr stark ausgepraegt und da man des oefteren Meeresbuchten ueberquerte, mussten wir uns an die Ebbe richten. Wir wanderten dann hunderte von Metern ueber Meeresboden, der uebderdeckt war mit Muscheln und Krebsloechern.
Das war mal wirklich eine ganz andere Wanderung! In den Pausen wurde ins kuehle Meer gespungen und der Wanderweg verlief teilweise direkt am Strand, so dass man mit grossen Rucksack und Wanderschuhen an Bikini und Badehose vorbeispazierte.

Nach dem Abel Tasman Track erkundeten wir noch den Nordzipfel der Suedinsel, genannt Golden Bay. Eine eher alternative und relaxte Gegend, schoene Straende und gut um dort einige Tage auszuchillen. Wir hatten diese Zeit leider nicht mehr, denn die Faehre auf die Nordinsel war schon gebucht.

Wir kamen in der Hauptstadt Wellington mit der Faehre an und machten uns sogleich auf den Weg nach Auckland, da wir den Flieger ins Paradies am 31. 01. nicht verpassen wollen.
Auf dem Weg trafen wir in der fuer neuseelaendische Verhaeltnisse grossen Stadt Hamilton auf unsere alten, bayrischen Bekanntschaften vom Kepler Track! Wir verbrachten einen lustigen Abend mit Andi und Chris in einer Bar mit Live-Band und jeder Menge gutgelaunten Maoris...

Wir lassen unseren Traum wahr werden und fliegen auf die herrlichen Cook Inseln im Herzen der Suedsee. Juli wird ihren Geburtstag dieses Jahr unter einer Palme feiern und wir beide lassen es uns nach all den "Strapazen" der letzten Zeit so richtig gut gehen...;)

Freitag, 18. Januar 2008

Fiordland und Pinguine, Straende und schneebedeckte Gipfel

Kia Ora!

Die Endeckungstour des Landes der Kontraste geht weiter...

Te Anau ist Ausgangsbasis aller Ausfluege und Aktivitaeten im Fiordland, unter anderem startete dort ein weiterer Great Walk, der Kepler Track.
Diese lange und anspruchsvolle Wanderung ging ueber 3 Tage und da die beliebte Tour zu dieser Jahreszeit sehr frequentiert ist, hatten wir zwei Huetten auf dem Weg reserviert. Da wir uns fuer 3 Tage mit Lebensmitteln ausstatten mussten waren die Rucksaecke dementsprechend schwer...
Der Wanderweg wand sich die ersten sehr anstrengenden Stunden steil den Berg hinauf und als wir die Baumgrenzte ueberschritten erfreuten wir uns atemlos ueber unseren ersten Blick auf einen richtige Fiord! Die bewaldeten Berghaenge fielen senkrecht in den blauen See ab, welcher sich schier unendlich in das Gebirge schlaengelte.
In der griabigen Luxmore Hut lernten wir zwei weitere Bayern auf
Endeckungstour kennen und die zwei frischten unsere
Schafkopfkenntnisse wieder auf...;)
Da wir uns recht gut verstanden schlossen wir uns fuer die naechsten Tage zusammen und erlebten zusammen die grossartige Bergwelt Neuseelands. Am fruehen morgen des naechsten Tages holten wir unsere Taschenlampen heraus und erkundeten die 500 Meter von der Huett'n entfernte Tropfsteinhoehle. Das war das reinste Abenteuer! Wir kraxelten ganz tief in die stockdunkle Hoehle und bestaunten die irren Kalkformationen, die sich im laufe der letzten tausend Jahre gebildet hatten.
Bei der beeindruckenden Expedition sahen wir sogar richtige Kalksaeulen.

Anschliessend starteten wir den zweiten Part der Wanderung, der ueber den Mount Luxmore und ueber zwei Bergkaemme mit traumhafter Aussicht bis zur naechsten Huette fuehrte.
Das Wetter war spitzenklasse, Sonnenschein und strahlend, blauer Himmel ohne einer einzigen Wolke und bei einer deftigen Brotzeit am 1471 m hohen Gipfel konnten wir kilometerweit ueber die verschneiten Wipfel sehn.






Die zweite Huette lag in einem abschaeulichen Sandfliegennest, was den Abend leider etwas verkuezte da wir uns recht bald ins Bett fluechteten.
Der dritte Tag war dann eigentlich nur Abstieg und der Weg zurueck zum Auto zog sich natuerlich ewig!

Wir verbrachten einen weiteren unterhaltsamen Abend mit den zwei Bayern Andi und Chris mit Schafkopfgaudi und Wettkochen von Bolognesesauce...


Von Te Anau fuehrte die Strasse weiter bis zum sagenhaften Milford Sound. Wir starteten bei schoenstem Wetter, was aber zunehmends schlechter wurde und ziemlich bald schuettete es wie aus Kuebeln, was aber in dieser Gegend wohl voellig normal ist. Die dichten, tiefhaengenden Nebelwolken verliehen den immer steiler werdenden Bergen eine mystische Stimmung und von ueberall kamen reissende Wasserfaelle rausgeschossen. Die papageiaehnlichen Kea Voegel fuehlen sich bei dem Wetter grad wohl und bei einer kurzen Pause am Wegrand stiessen wir auf
gleich zwei der seltenen Exemplare.












Die Strasse endete in Milford, was ansich nur aus einem Flughafen, wo alle Scenic Flights starten und einem Hafen, wo alle Scenic Schiffe ablegen. Wir machten eine Schiffstour mit einem recht kleinen Boot mit, was eine sehr gute Entscheidung war. So kamen wir ganz nah an die bis zu 2000 Meter hohen Fiordhaenge heran und unser Kapitaen steuerte sogar die beeindruckenden Wasserfaelle an, damit auch der letzte Passagier tropfnass wurde! Die wahnsinns Tour fuehrte durch den kompletten Fiord bis zur offenen, tasmanischen See wo unser Boot schon sehr bedenklich schwankte! Bei der Rueckfahrt sahen wir dann noch innige Robben auf den Felsen faullenzen, einfach super!


















Am naechsten Tag fuhren wir ein gewaltiges Stueck bis zur Studentenstadt Dunedin, wo wir den verregneten Abend mit einem Kinobesuch ausbesserten. Vor Dunedin liegt die tierreiche Halbinsel Otago Penesula, wo uns riesige Seeloewen am naechsten Tag ein paar lustige und aufregende Stunden bescherten. Wir kamen ganz nah an die fetten Saeugetiere ran, welche entweder faul am Strand lagen und sich mit ihren Flossen mit Sand beworfen oder sich gegenseitig im Meer bekriegten. Wir hofften noch ein Blick auf einen fliegenden Albatrosse zu erhaschen, der weltweit nur an dieser Kueste nestet, was aber leider nicht klappte.
Dafuer sahen wir am naechsten Tag feinste und innigste Pinguine in freier Natur!!!
Wir endeckten die kleinen Gelbaugenpinguine, als sie aus dem Meer kamen um ihre Jungen zu fuettern. Man glaubt es kaum, aber die flinken Pinguine kletterten ohne Probleme einen ziemlichen steilen Hang hinauf und trafen dort auf ihre Jungen. Die noch ganz farblosen, plueschigen Jungen koennen noch nicht aelter als 5 Monate gewesen sein! Wir konnten es kaum glauben was sich da vor unseren Augen abspielte!




























Neuseeland hat unglaublich (zu)viel zu bieten, wir
kommen gar nicht nach unsere Eindruecke zu verarbeiten!

Sonntag, 6. Januar 2008

Abenteuersport-Metropole Queenstown und Umgebung

Halli Hallo,

wir melden uns zurueck mit super Eindruecken und tollen Erlebnissen!

Den Neujahrstag verbrachten wir nochmal gemuetlich zu dritt und genossen das schoenste Wetter und am naechsten Tag trennten sich dann unsere Wege nach knapp 2 Wochen. Wir schlugen den Weg Richtung Queenstown ein, der selbsternannten Abenteuersport-Stadt wo man wirklich alles machen kann was man schon immer mal machen wollte.
Das Angebot reicht von Wildwasser-Raftig, Kanufahrten und Jetskitouren ueber Fallschirmspringen und Ski-Diving bis zu traumhaften Kletterrouten oder Abseilaktivitaeten. Da sich Juli schon immer Mal in die Tiefe stuerzen wollte und das Bungy-Jumpen in Neuseeland seinen Ursprung fand, mussten die Bungyveranstalter keine grossen Ueberredungskuenste mehr anwenden.
Der Spung fand in einer spektakulaeren Lage statt, ca. 400 Meter ueber Queenstown. Juli war unglaublich aufgeregt und war sehr gluecklich darueber, dass Michi ihre schwitzigen Haende nahm und alles fuer die Ewigkeit festhielt. Juli stuerzte sich ganz tapfer 47 Meter in die Tiefe und war danach so begeistert davon, dass sie sofort wieder springen wollte. Da gab es ja noch den hoechsten Bungy in Neuseeland...
Es dauerte nicht lang und schon stand Juli wieder im Buero von Aj Hackett (dem Bungy-Betreiber) und buchte den zweiten Sprung, der spektakulaere 134 Meter Highest Bungy New Zealands! Ihr muesst euch einfach das Video anschaun, es ist so schwer das zu beschreiben. Wir fuhren zu einer tiefen und steilen Schlucht und in der Mitte der Schlucht schwebte die Absprungstation, gehalten von dicken Stahlseilen. Wir wurden beide mit einer kleinen Gondel zu der Station gebracht und fuer Michi war allein das schon Nervenkitzel pur. Den Augenblick, als Juli auf der Rampe stand und hinunter in die Tiefe sah und bei 3 sprang, werden wir beide wohl nie vergessen! Das war wirklich ein verrueckter Tag!






























--------the Ledge 47 Meter------------------------Newis 134 Meter--------------



Bei Abenddaemmerung fuhren wir eine wunderschoene Strecke am Lake Wakatipu entlang bis nach Glenorchy, einem kleinen beschaulichen Doerfchen in traumhafter Lage. Dort beginnt der Routebourne Track, einer der beruehmten Great Walks, den wir am naechsten Tag in Angriff nahmen.
Die Wanderung fuehrte zuerst durch dichten Farnenwald, der immer lichter wurde je hoeher wir stiegen. Als wir die Baumgrenze erreichten (die liegt in Neuseeland deutlich tiefer als bei uns, bei ca. 1000 Meter) wurden wir von einem tollen Blick belohnt. Der schmale Track fuehrte weiter durch Sumpflandschaft und bot wunderschoene Blicke auf die umliegenden Bergipfel. Kurz vor dem Anstieg auf den ca. 1500 m hohen Conical Hill, dem Ziel dieser Wanderung, lag der sehr idyllische Lake Harris, an dem wir unser Zelt aufschlugen und unser 3 jaehriges Jubilaeum feierten. Ein schoeneres Plaetzchen fuer diesen Anlass haetten wir uns nicht suchen koennen.
Am naechsten Tag erklommen wir den Gipfel und sahen von dort sogar bis zur Tasmanischen See. Das Wetter hielt diesmal gluecklicherweise auch beim Abstieg!



Zurueck in Queenstown deckten wir uns mit Lebensmittel fuer die ganze naechste Woche ein. Die Supermaerkte sind hier ziemlich rar und teilweise findet man ueber hunderte von Kilometern keinen einzigen, das gleiche gilt uebrigens auch fuer Tankstellen...

Das schluchtenreiche Fiordland mit dem beruehmten Milford Sound wartet darauf, von uns endeckt zu werden...

Freitag, 28. Dezember 2007

Berge und Schafe

Gruess euch!

Wir befinden uns nun im wunderschoenen Neuseeland.
Zum Allgemeinen:
-Einwohner: 4,1 Millionen Menschen und 39 Millionen Schafe!








Nachdem wir in Sydney unseren geliebten Purple recht schnell und gluecklich mit Gewinn verkaufen konnten, buchten wir den Flug um einige Tage vor und landeten am 18.12 in Christchurch, dem groessten Ort auf der Suedinsel.

Der Flug war wie immer sehr entspannt, grosses Lob an Emirates.
Wir wurden erstmal vom Wetter ziemlich ueberrascht und frierten am ganzen Koerper. Die kurzen Hosen und das Bikini-Top sind volkommen fehl am Platz...
Das Wetter ist hier ganz anders als in Australien, erinnert eher an Deutschland...;)






Wir kauften uns gleich am ersten Tag unseren zweiten Campervan, diesmal ein kleineres und gemuetlicheres Gefaehrt. Einen Namen haben wir noch nicht, kommt aber bestimmt bald.

Da wir nun schon erfahren sind in Sachen Auto kaufen ging alles recht fix und so konnten wir schon am zweiten Tal losduesen! Wir naechtigten auf einem netten Campingplatz auf einer schoen gelegenen Halbinsel an der Ostkueste.






Da sich Michi's Freund Steffen auch zur Zeit in Neuseeland befindet trafen wir uns in Hamner Springs, das Tor zu den maechtigen, neuseelaendischen Alpen. Das freudige Wiedersehen wurde natuerlich gefeiert und so machten wir uns erst am naechsten Tag auf.












Unser Weg fuehrte ueber den wunderschoen gelegenden Lewis Pass in Richtung Westkueste. Auf halber Strecke endeckten wir natuerliche, heisse Quellen neben einem eiskalten Gebirgsfluss.

Wir badeten in den kleinen Becken und fuehlten uns grad wohl, nur die laestigen Sandfliegen, die hier sehr verbreitet sind, haben die Ruhe entwas gestoert.
Wir wanderten vom Arthurs Pass eine kleine Route und schlugen unsere Zelte in der Natur am Boden eines Wasserfalles auf.
Wasserfaelle sind in Neuseeland im Gegensatz zu Australien ueberhaupt keine Besonderheit, hier gibt es so viele Fluesse, Seen, Gletscher...die ganze Insel besteht aus Wasser und Berge.








Unser naechstes Ziel war der beruehmte Franz Josef Glacier! Wir konnten uns ueberhaupt nicht vorstellen dass dort ein Gletscher sein sollte, ueberall sahen wir Farnpalmen und dichter Regenwald. Doch ploetzlich endeckten wir die gewaltige, blaue Gletscherzunge, eingezwickt von den Bergen. Nur in Patagonien und in Neuseeland reichen die Gletscher so tief ins Tal, somit kann man das ewige Eis sehr nah erleben. An Weihnachten wanderten wir eine aufregende Tour bis zum Gletschertor. Im kleinen Dorf Franz Josef haben wir ein sehr gemuetliches und nett eingerichtets Hostel gefunden was sogar einen heissen Whirlpool im Garten hatte, wo wir uns nach der Wanderung aufheizen konnten.
So ein Weihnachten haben wir auch noch nie gehabt. Michi zauberte uns traumhafte Mango-Smoothies (mit seinem Weihnachtsmixer), der von echtem Franz-Josef-Gletscher-Eis, welches wir aus dem reissenden Gletscherfluss entwendeten,
gekuehlt wurde.


















Am naechsten Tag ging es zum Fox Gletscher, die beiden liegen sehr nah zusammen. Doch der Anblick des Fox Gletschers war noch intensiver! Im Hintergrund tuermte sich die knapp 4000 Meter hohe, schneebedeckte Spitze des maechtigen Mount Cook auf, Neuseelands groesster Berg.
Im glasklaren Matheson Lake, welchen wir bei einem gemuetlichen Rundweg erkundeten, spiegelten sich die steilen Felswaende des Mount Tasman und Mt Cook.
Etwa 30 km entfernt fanden ein schoenes Plaetzchen am Meer zum Naechtigen und verbrachten dort einen schoenen Abend. Die Tasmanische See zwischen Neuseeland und Australien ist sehr rau und wild und die Wellen waren einfach riesig.
Eine verrueckte Welt, man wandert auf einem uralten Gletscher und eine Stunde spaeter ist man am Meer!





Michi und ich starteten bei strahlendem Sonnenschein eine sehr aufregende Bergtour zu den Welcome Hot Springs, eine ziemliche anstrengende Wanderung von 6 Stunden, die durch einzigartige Landschaften belohnte. Das absolute Highlight: die Huette lag traumhaft in einer gruenen Mulde von riesen Bergen umgeben, die Spitzen alle Schneebedeckt. Und tatsaechlich kam ca. 50 Meter von der Huettn entfernt heisses Wasser aus der Tiefen der Erde gesprudelt... das ergab dann 4 grosse Becken mit verschiedenem Waermegrad! Einfach unglaublich, es war eiskalt doch wir lagen in Unterhose im heissen Wasser und konnten die leuchtenden Sterne und dunklen Berge bestaunen!
Leider spielte das Wetter am naechsten Tag nicht mehr mit und wir wurden von leichtem Regen aufgeweckt, welcher den ganzen Tag nicht mehr enden wollte und immer schlimmer wurde.
Beim Aufstieg war es ein normaler Wanderweg, am naechsten Tag ein reissender Fluss...
Der Abstieg war wirklich nicht einfach, da wir Fluesse durchqueren mussten und bis zu den Oberschenkeln im eiskalten Wasser standen. Daher kamen wir voellig durchnaesst bis auf die Knochen unten an. Aber es hat sich gelohnt...
































Wir fuhren bis zur naechsten Orstschaft namens Haast und versuchten eine trockene Unterkunft zu finden. Da Silvester naht und diese Zeit automatisch die absolute Hochsaison in diesem Gebiet ist, waren natuerlich alle Hostels ausgebucht. Also mussten wir uns mit einem Fish and Chips Gericht zufrieden geben(was zu unserer beider Ueberraschung gar nicht schlecht war) und fuehrten unseren Weg Richtung Wanaka fohrt. Die Strasse folgte dem tiefgelegenen Haast Pass und fuehrte an traumhaften Bergseen und Landschaften vorbei. Eine Rest Area war wie fuer uns geschaffen und dort verbrachten wir dann die Nacht.


Am naechsten Tag kamen wir dann frohen Mutes in Wanaka an, dem selbsternannten Partyort Neuseelands zu Silvester. Wir fanden gluecklicherweise noch ein gemuetliches Hostel fuer eine Nacht. Es gab am Abend feinstes Wiener Schnitzel mit Bratkartoffeln und wir hatten 10 Meter neber dem Hostel einen kleinen Huegel ganz fuer uns allein, der uns wunderschoene Ausblicke in die Umgebung und auf den See gewaehrte, um den Wanaka liegt.


Am naechsten Tag ging es auf nach Puzzling World, einer der Hauptattraktionen des Ortes. Wir wussten eigentlich nicht was uns erwarten wird und wurden sehr ueberrascht. Zuerst raetselten wir stundenlang ueber Bilder, die sich nur mit optischer Taeuschung befassten. Wir kamen in einen schiefen Raum und konnten beobachten, wie Wasser nach oben fliesst oder wir fuhren mit einem kleinen Fahrstuhl nach oben, dachten aber dass er nach unten fuehrt. Unser Verstand spielte voellig verrueckt und erschwerte nur umso mehr den Ausweg im ueberdimensionalen Labyrinth zu finden. Ein sehr lustiges Abenteuer.

Den naechsten Tag wollten die Jungs unter sich sein und starteten daher eine kleine Wanderung in die umliegenden Berge. Juli leihte sich ein Mountainbike aus und fuhr zum nahegelegenden Mountainbike-Park, ein grosser Nadelwald der von Downhill-Touren bis zu extremen Schanzen alles zu bieten hatte. Am Abend fuhren wir zu einem ca. 10 km entfernen Campingplatz wo viele andere junge Leute auf Silvester warteten und daher richtig gute Laune herrschte.

Nun war es soweit, der letzte Tag 2007 hatte begonnen. Es war super Wetter und wir lagen den ganzen Tag faul in der Sonne und konnten den Tag nochmal so richtig geniessen. Am Abend, nach einer kraeftigen Mahlzeit, fuhren wir in die Stadt und feierten Silvester auf neuseelaendicher Art. Das Feuerwerk fiel zwar etwas rar aus, aber die Stimmung war absolut klasse.

Wir hoffen dass ihr alle einen wundervollen Start ins neue Jahr hattet und in guter Laune das Jahr 2008 beginnt.


Bis Bald :)


Dienstag, 11. Dezember 2007

Die Ostkueste ist abgeschlossen...

Grias euch!

In dem schoenen Byron haben wir es uns noch eine ganze Weile gut gehen lassen. Wir liessen uns unter der australischen Sonne brutzeln und versuchten uns weiterhin als Surfer.
Mit der Polizei werden wir es uns wahrscheinlich a bissl verscherzt haben...
Die Campingplaetze waren in Byron Bay wirklich unverschaemt teuer und da es super Parkplaetze direkt am Strand gab mit Dusche und allem drum und dran verbrachten wir unsere Naechte dort. Das hat den oertlichen Beamten aber gar nicht gefallen und daher haben wir nun 2 dicke Strafzettel in Hoehe von ca. 300 Dollar. Aber wir habens ja...;)

Nach ein paar Tagen brachen wir dann unsere Zelte ab und reisten weiter Richtung Sueden.
Eine wunderschoene Strecke an der Kueste, vorbei an traumhaft gelegenen und nur von Sandduenen vom Meer getrennten Seen und sattgruenen Weiden und Huegeln, brachte uns zu dem hochgelegenen Leuchtturm von Seal Rocks mit einer gigantischen Aussicht ueber das Meer und Kueste und sahen sogar Delphin-Schwaerme und Robben, die sich auf den Felsen sonnten.

Nach einigen schoenen Stunden an dem einsamen Beach, den wir dort fanden, ging die Fahrt weiter nach Nelson Bay.
Leider verlief die Autofahrt nicht ganz so reibungslos, wie wir uns das dachten. Es fing ploetzlich an wie aus Eimern zu schuetten und wir erlebten ein kraeftiges Fruehling-Gewitter australischer Art. Wir sahen die Ausfahrt vom Highway nach Nelson Bay sehr spaet und Michi versuchte unseren Purple noch um die Kurve zu manoevrieren. Das ging deutlich schief und unser Auto liess sich in der Kurve weder Lenken noch Bremsen.
Das Resultat: wir rasten auf das gegenueberliegende Auto zu und rammten es mit unsere Schnautze in die Seite.
Zum Glueck keine Personenschaden, aber dafuer um so mehr Blechschaden.

Tja, solche Dinge passieren aber wir machen trotzdem das Beste daraus und werden die restliche Zeit in dem wundervollen Land noch auskosten, auch wenn die Zeit wahrscheinlich kuerzer sein wird als geplant und Neuseeland wohl etwas laenger wird...


Unserem Purple ist zum Glueck nicht so viel passiert, wir konnten den Schaden ohne Probleme richten lassen und hoffen nun dass es niemanden auffallen wird beim Autoverkauf in Sydney.


Natuerlich sass der Schock doch recht tief und wir konnten daher den ersten Abend in Anna Bay, einem Strandoertchen von Nelson Bay, nicht ganz so geniessen.
Aber schon am naechsten Tag endeckten wir die Reize dieser Gegend und fuehlten uns sehr wohl. Juli besuchte eine Surfschule und belegte einen Surfkurs fuer eine Stunde und siehe da, man steht auf dem board. Der langersehnte Moment ist da! Sie versuchte dann auch Michi das erlernte beizubringen, scheiterte aber klaeglich...;-)






Ansonsten erlebten wir unglaublich schoene Sonnenuntergaenge und Wolkenformationen in allen erdenklichen Farben und campten direkt neben einer Sandsavanne die sich 38 Kilometer ins Hinterland zieht.














Unser Trip ging weiter nach Sydney und die Ostkueste Australiens war somit abgeschlossen.
Da wir doch schon einige Zeit in Sydney verbrachten, umfuhren wir die grosse Stadt und begaben uns weiter in Richtung Melbourne. Viele Reisende waren sehr begeistert von Melbourne und dementsprechend freuten wir uns darauf.

Doch zuerst stand etwas anderes auf unserem Plan, die beruehmte GREAT OCEAN ROAD!
Die Strasse gehoert zu den schoensten Routen dieser Welt und schlaengelt sich ab der Surfstadt Torquay(wo sich Quicksilver, Rip Curl, Cult und Billabong Laeden die Hand geben) ca. 50 Kilometer direkt an der dramatischen Felskueste entlang.
Das Meer donnert unermuedlich mit voller Wucht an die Suedkueste und schuf so ueber die Jahre die abstraktesten und wildesten Felsformationen. Die wohl bekanntesten und begehrtesten Formationen sind die "12 Apostels", 12 Felsnadeln die aus dem Meer empor ragen. Leider sind nur noch 6 davon uebrig, die Restlichen sind in den letzten Jahrzehnten in sich zusammengebrochen. Noch erwaehnenswert sind "the Arch", eine riesen Sanduhr und die "london bridge", eine Felsbruecke die auf die offene See fuehrt.
Es sind aber nicht nur die einzelnen Lookouts spektakulaer, die komplette Strecke ist unbeschreiblich schoen, staendig erblickt man das Meer und die Kueste auf neue Weise und auch das Hinterland hat einiges zu bieten. Gemaessigter Regenwald regiert im Hinterland, worauf die Bewohner Viktorias ( wir befinden uns nun schon im dritten Bundesstaat) maechtig stolz sind, und das zurecht. Wir wanderten einige Tracks und mussten uns durch dichte Farnpalmen arbeiten und erblickten tausend Jahre alte Baeume mit Staemmen von bis zu 20 Meter Durchmass!!!


Die Nacht verbrachten wir in einem sehr abgelegenen Campingground mittem im Regenwald. Diese Nacht werden wir so schnell nicht wieder vergessen!!! Wir parkten unseren Purple unter schattenspendenden (den Schatten haetten sie sich allerdings sparen koennen, es war so kalt dass wir sogar unsere dicksten Pullis aus der hintersten Ecke vom Auto kramen mussten) Eukaliptusbaeumen die in Besitz von innigen Koalas waren. Wir endeckten im laufe des Abends immer mehr von diesen putzigen Tieren in den Baumwipfeln und sie waren auch nicht zum ueberhoeren!!! Zwar schlafen die Tierchen den ganzen Tag, aber sie wachen dann doch manchmal auf, lassen ihren lauten "brumpfschrei" raus, nagen an einem Blaettchen und schlafen wieder weiter. Und da fast in jeden Baum ein inniger Koala sass, war die Nacht auch dementsprechend laut...;)

Da uns die Great Ocean Road so sehr begeistert hat, blieben wir sogar noch eine zweite Nacht und genossen die grandiosen Ausblicke. Schaut euch einfach die Fotos an, die werden euch bestimmt ueberzeugen!!!































Damit war der westlichste Punkt unserer Australien Reise erreicht und es ging zuruck in die pulsierende Multi-Kulti-Stadt Melbourne. Wir waren ueberrascht wie ganz anders Melbourne im Gegensatz zu Sydney ist. Es ist alles nicht so stark reglementiert, die Strassen sind bis tief in die Nacht sehr belebt und die Trambahn ist kostenlos...;)
Wir starteten unseren eigens gefuehrte Stadtrundgang vorbei am Parlament, einigen Kirchen und dem wunderschoenen Botanischen Garten.

Wir werden nun noch 1-2 Tage in Melbourne verbringen und dann geht es schon zurueck nach Sydney. Dort versuchen wir unseren Purple zu verkaufen und sobald dies geschehen ist, geht es los nach Neuseeland!

Also ihr Lieben, die naechste Info wird es vielleicht schon mit einem neuen Auto aus einem sehr reizvollenen Land geben!
Wir freuen uns sehr ueber eure Besuche und hoffen dass euch die Homepage weiterhin gut gefaelllt.

Geniesst die Vorweihnachtszeit mit richtigen Tannenbaeumen...bei uns schaut das alles etwas anders aus ;-)